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Steelers sehen Licht am Ende des Tunnels

Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers hat den freien Fall gestoppt: Gegen den EC Bad Nauheim feierten die Schwaben einen 7:0-Sieg und haben wieder Luft zum Atmen.

Behauptet den Puck: Steelers-Probespieler Myles Fitzgerald setzt sich gegen Bad Nauheims Marvin Ratmann durch.Foto: Baumann
Behauptet den Puck: Steelers-Probespieler Myles Fitzgerald setzt sich gegen Bad Nauheims Marvin Ratmann durch. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Sein Debüt im Steelers-Trikot gab gestern der Kanadier Myles Fitzgerald, der unter der Woche einen Probevertrag erhalten hatte und sich jetzt für einen festen Arbeitskontrakt empfehlen kann.

Der 26 Jahre alte Stürmer, der zuletzt für den ungarischen Erstligisten Ferencvárosi TC spielte und in 41 Spielen auf 53 Punkte (24 Tore/29 Assists) kam, wurde von Trainer Marc St. Jean in eine Reihe mit Matt McKnight und Brett Breitkreuz gestellt. Da Fitzgerald die fünfte Ausländerposition in Bietigheim einnimmt, aber nur vier Kontingentspieler eingesetzt werden dürfen, musste gestern gegen Bad Nauheim Verteidiger Chris Owens mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen.

Nach fünf Niederlagen in Folge starteten die Steelers vor 2441 Zuschauern in der Ege Trans-Arena zwar äußerst nervös in die Partie, doch ein Solo bescherte den Gastgebern in der 3. Minute die 1:0-Führung durch Yannick Wenzel, der Nauheims Keeper Felix Bick ausmanövrierte.

Ein blitzsauberer Konter mit schöner Kombination über mehrere Stationen bescherte Bietigheim in der 16. Minute das 2:0 durch Norman Hauner, der von der Vorarbeit von Fabian Ribnitzky und Lukas Laub profitierte. McKnight verpasste in der 23. Minute das 3:0, aber Bietigheim ließ nicht locker und beschäftigte die Hessen weiter. Allerdings ging man zu nachlässig mit den Torchancen um und fand zunächst auch im Powerplay nicht die zündende Idee.

Dafür passte der Start ins dritte Drittel. In Überzahl hielt Brett Breitkreuz seinen Schläger in einen Pass von Fitzgerald. Bick war beim 3:0 in der 43. Minute machtlos. Drei Minuten später legten die nun wie befreit aufspielenden Steelers mit einem Doppelschlag nach: 4:0 durch Breitkreuz, 5:0 durch McKnight.

Damit nicht genug, nun war Guillaume Leclerc an der Reihe. Der Franzose traf zum 6:0 in der 51. Minute und in der 54. Minute zum 7:0. Bietigheim hatte offenbar einiges nachzuholen.

Auf die Steelers wartet am morgigen Sonntag eine weitere Kraftprobe, bei der sie im Gegensatz zu den vergangenen Jahren diesmal nur Außenseiter sind. Denn die Heilbronner Falken, die ab 17 Uhr in der Kolbenschmidt-Arena Gastgeber für den Rivalen aus Bietigheim sind, haben sich vor dem dritten Derby in dieser Saison auf Platz zwei festgesetzt und sind damit eines der Überraschungsteams in dieser Spielzeit.

So führt Stürmer Dylan Wruck die Scorerliste der DEL 2 an, bei den Verteidigern glänzt Ian Brady mit seinen Torvorlagen.

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