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Deutsche Eishockey-Liga

Steelers-Spieler Schoofs und McKnight sagen Servus

Zwei Urgesteine sagen Servus: Rene Schoofs und Matt McKnight vom Eishockey-Erstligisten Bietigheim Steelers haben am Donnerstag angekündigt, am Freitagabend gegen die Kölner Haie (19.30 Uhr) ihr letztes Hauptrundenspiel in der Ege Trans-Arena im Steelers-Trikot zu bestreiten.

Erfolgreich im Steelers-Trikot: Die beiden Routiniers Rene Schoofs (links) und Matt McKnight.Foto: Baumann
Erfolgreich im Steelers-Trikot: Die beiden Routiniers Rene Schoofs (links) und Matt McKnight.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. „Ich freue mich, dass ich so eine wunderbare Zeit erleben konnte, getoppt von einem unglaublichen Jahr“, sagte Schoofs in einer an die Fans gerichteten Videobotschaft auf der Homepage der Steelers. Der 37 Jahre alte, in Esslingen geborene Schoofs spielt seit 2001 ununterbrochen für den Club aus Bietigheim und verdiente sich die Attribute „Mister Bietigheim“ oder „Bürgermeister“. Mit dem Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga erfüllte sich der Allrounder mit der Nummer 5 einen lang gehegten Traum.

„Ich würde mich freuen, wenn ihr alle noch mal in die Halle kommt, das Team hätte es verdient. Und vielleicht klappt es dann, dass es nicht das allerletzte Spiel in unserer Arena war“, hofft Schoofs noch auf die Play-off-Teilnahme.

Der 35 Jahre alte Kanadier Matt McKnight, der den Steelers seit 2013 die Treue hält und einer der besten Spieler in seiner Zweitligazeit bei den Bietigheimern war, bedankte sich ebenfalls bei den Anhängern und hofft auf eine volle Arena heute gegen Köln. Verabschiedet werden beide Spieler bei einer Saisonabschlussfeier, die nach dieser Spielzeit fest eingeplant ist.

Wann das sein wird, hängt auch vom Verlauf an diesem Wochenende ab. Und dabei ist vermutlich der Rechenschieber gefragt: Denn die Steelers sind zwar noch nicht aus dem Rennen um den letzten Play-off-Platz, doch vor den beiden letzten Hauptrunden-Spieltagen machen sich noch drei weitere Teams Hoffnungen auf die Viertelfinal-Qualifikation.

Die Ergebniskrise, die Bietigheim zuletzt vier Niederlagen in Serie beschert hat, sorgte dafür, dass der DEL-Neuling vom begehrten Platz 10 auf Rang 12 abgerutscht ist. Besonders die beiden Niederlagen in Ingolstadt am Dienstag und am Mittwoch (2:4 und 3:5) taten weh, weil sie vermeidbar waren. Stürmer Evan Jasper, der am Mittwoch einen üblen Check gegen den Kopf von Ingolstadts Wayne Simpson einstecken musste, bewahrte sich seinen Optimismus: „Wir sind zuversichtlich, dass wir es in die Play-offs schaffen“, sagte er nach Spielende am Mikrofon von MagentaSport.

Dafür ist im Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) gegen den direkten Mitkonkurrenten Kölner Haie, der sich trotz des spielfreien Mittwochs auf Platz 10 verbesserte (dank der Wertung per Punktekoeffizient), wohl ein Sieg nach 60 Minuten nötig, zumal am Sonntag noch die schwere Aufgabe beim deutschen Meister und Tabellenführer Eisbären Berlin ansteht.

Neben Köln sind auch noch die Augsburger Panther und die Iserlohn Roosters im Rennen um den letzten Play-off-Rang, so dass die Entscheidung wohl erst am Sonntag fällt. Klar ist aber auf jeden Fall, dass die Steelers keine Chance mehr haben, sollten sie am Freitag eine Niederlage nach 60 Minuten kassieren.

Zu viele Strafzeiten kassiert

Um erfolgreich zu sein, benötigt Bietigheim gegen Köln einerseits wieder eine stärkere Torhüterleistung als in den beiden Spielen gegen Ingolstadt durch Sami Aittokallio und Tom McCollum, andererseits wird man von der Strafbank wegbleiben müssen. Drei der fünf Gegentore am Mittwoch kassierte das Team von Trainer Daniel Naud in Unterzahl. „Das war einfach zu viel“, monierte Jasper.

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