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Deutsche Eishockey-Liga 2

Steelers wankelmütig und unberechenbar

Der Meister gibt in dieser Saison Rätsel auf: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen bleibt im Kampf um einen der ersten vier Plätze in der DEL-2-Tabelle wankelmütig und unberechenbar.

Auf der Suche nach Konstanz: Steelers-Stürmer Shawn Weller (links, gegen Crimmitschaus Felix Thomas).Foto: Baumann
Auf der Suche nach Konstanz: Steelers-Stürmer Shawn Weller (links, gegen Crimmitschaus Felix Thomas). Foto: Baumann

Ludwigsburg. Am vergangenen Sonntag überzeugten die Steelers beim 3:0 gegen die Kassel Huskies mit einer tadellosen Defensivleistung, doch drei Tage später waren die Schwaben beim vogelwilden 6:7 nach Verlängerung gegen die Eispiraten Crimmitschau nicht wiederzuerkennen.

„Da waren wir viel zu freundlich und haben dem Gegner Räume angeboten. Das war alles viel zu einfach für Crimmitschau.“

Hugo Boisvert
Steelers-Trainer

Zwar sorgte die Offensive für ein Spektakel und bot einen hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer in der Ege Trans-Arena, doch in der eigenen Zone wirkte der Auftritt der Steelers geradezu fahrlässig. „Da waren wir viel zu freundlich und haben dem Gegner Räume angeboten. Das war alles viel zu einfach für Crimmitschau“, zürnte Bietigheims Trainer Hugo Boisvert, der mitansehen musste, wie sich auch sein Torhüter Ilya Sharipov von der Unsicherheit seiner Mitspieler anstecken ließ.

Der 23-Jährige, der im Kampf um die Nummer eins zwischen den Pfosten derzeit die Nase vorn hat und gegen Kassel einer der Matchwinner war, ließ am Mittwochabend ungewöhnlich viele Pucks prallen.

Um weiter im Rennen um Platz vier und das Play-off-Heimrecht zu bleiben, sollte sich Bietigheim heute im Derby bei den Heilbronner Falken (20 Uhr) und am Sonntag im Heimspiel (neue Anfangszeit ist 18.30 Uhr) gegen die Tölzer Löwen wieder von seiner besseren Seite zeigen.

Bad Tölz, das am vergangenen Sonntag die Serie des EC Bad Nauheim (fünf Siege in Folge) mit einem 2:1 nach Penaltyschießen stoppte, mischt mit im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz. Das Team von Trainer Markus Berwanger, das am Mittwoch Kassel mit 2:3 nach Verlängerung unterlag, verlor zwar die beiden ersten Saisonduelle mit den Steelers, hat sich aber mittlerweile stabilisiert und weiß mit Kyle Beach und Stephen MacAulay zwei Topscorer der Liga in seinen Reihen.

Derby-Gegner Heilbronn scheint in dieser Saison das Format zu besitzen, einen direkten Play-off-Rang zu erobern. Die Mannschaft von Coach Alexander Mellitzer feierte vor der 2:6-Niederlage am Sonntag in Frankfurt sechs Siege am Stück. Dazu leistete besonders die Sturmreihe mit Roope Ranta, Derek Damon und Greg Gibson ihren Beitrag. Gegen Bietigheim zogen die Falken beim 3:5 und 1:6 bislang zweimal den Kürzeren.

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