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Handball

Bietigheimer Handballerinnen ziehen in der MHP-Arena schon in der ersten Spielhälfte gegen Metzingen davon

Erfolgreicher Geburtstag: Antje Lauenroth kommt am Sonntagmittag auf zwei Tore. Foto: Baumann
Erfolgreicher Geburtstag: Antje Lauenroth kommt am Sonntagmittag auf zwei Tore. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Pokalverteidiger Bietigheim hat den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals souverän geschafft. Die SG BBM-Handballerinnen besiegten den TuS Metzingen in einem sehenswerten Spiel in der MHP-Arena mit 32:24 (17:11).

Die SG-Ladies mussten Vollgas geben, um den schwäbischen Rivalen auf Distanz zu halten. Das hatte Markus Gaugisch erwartet: „Metzingen hat eine starke Mannschaft und war in der letzten Saison Dritter“, sagte der BBM-Coach nach der Partie und lobte sein Team für den erfolgreichen Auftritt. „Im Pokal-Halbfinale im Mai haben wir uns gegen die TuSsies noch deutlich schwerer getan. Heute hat man gesehen, welches Potenzial ins uns steckt.“

Geburtstagskind Antje Lauenroth, die Linksaußen wurde am Spieltag 33 Jahre, eröffnete den Torreigen, die überragende Inger Smits ließ das 2:0 folgen. Zwar gab die quirlige Lena Sophia Degenhardt der unsortierten SG-Abwehr einige Rätsel auf, Torhüterin Melinda Szikora bügelte aber viele Fehler ihrer Vorderleute aus. Nach zehn Minuten nahm der BBM-Express Fahrt auf. Von 5:4 setzte sich Bietigheim auf 12:6 ab. Vor allem die „Oranje-Achse“ funktionierte prächtig. Kelly Dulfer und Inger Smits lockten Metzingens Defensive mit dynamischen Antritten heraus und setzten Danick Snelder ein, die sich im Rücken der Abwehr freilaufen konnte.

Nach 23 Minuten führte Bietigheim bereits 16:7. Größer wurde der Vorsprung nicht mehr. Das lag vor allem an Metzingens überragender Torhüterin Rebecca Nilsson, die reihenweise beste BBM-Chancen vereitelte. Zudem wechselte die SG ihr Stammpersonal aus. Darunter litt der Spielfluss.

Zur Pause lag Bietigheim vor 596 begeisterten Fans 17:11 vorn. Für Höhepunkte sorgte in der zweiten Hälfte Veronika Malá, die von Linksaußen vier Würfe ins Netz zauberte. Einen Schreckmoment erlebte die SG nach 40 Minuten. Inger Smits schloss einen Gegenstoß per Sprungwurf zum 24:16 erfolgreich ab, humpelte danach aber vom Feld und ließ sich einen dicken Eisbeutel aufs Knie packen. „Ich bin unglücklich gelandet und habe einen Schlag“, berichtete die torgefährliche Spielmacherin, die zwar nicht weiterspielen konnte, aber Entwarnung gab. „Es ist nicht so schlimm. Es war mehr eine Vorsichtsmaßnahme.“ Mit der Leistung ihres Teams war sie nur teilweise zufrieden. „In der ersten Halbzeit haben wir ein tolles Tempo gespielt, nach dem Wechsel aber ein paar Fehler zu viel gemacht.“

Jørgensen feiert Comeback nach der Geburt ihrer Zwillinge

Auswirkungen hatte das nicht. Die TusSies kamen nicht näher heran. In der Schlussphase feierte Stine Jørgensen ihr Comeback. Die Dänin hatte im Mai Zwillinge bekommen, wird wieder ans Team herangeführt. Sie traf auch ins Tor. Dass Sekundenbruchteile zuvor das Schlusssignal ertönte und der Treffer nicht zählte, nahm sie locker: „Das macht nichts, es war toll, wieder auf dem Feld zu stehen!“

SG: Szikora, Moreschi – Lauenroth (2), I. Smits (6), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (1), Naidzinavicius (1), Reimer (1), Dulfer, X. Smits (2), Snelder (5), Østergaard (3), Maidhof (5/3), Behrend, Mala (4)

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