Peking. Alexander Zverev steht beim Tennis-Turnier in Peking im Achtelfinale. Der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger gewann in der chinesischen Hauptstadt sein Auftaktmatch gegen den Briten Cameron Norrie mit 7:6 (7:1), 6:4 und setzte seine Erfolgsserie damit fort. Nach seinem Triumph bei den US Open vor zweieinhalb Wochen hatte Zverev auch mit Deutschland im Davis Cup gegen Kroatien und mit dem Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt gewonnen.
Gegen Norrie reichte dem 29-Jährigen eine durchschnittliche Leistung zum Weiterkommen. Im ersten Satz musste Zverev sogar einen Satzball abwehren, ehe er sich nach knapp einer Stunde den ersten Durchgang im Tiebreak holte. Nach 1:39 Stunden verwandelte Zverev dann seinen ersten Matchball und bekommt es jetzt mit dem Chinesen Shang Juncheng zu tun.
«Ich bin etwas überrascht, wie gut ich gespielt habe», sagte Zverev nach der Partie. «Ich bin erst vor zwei Tagen hier angekommen, zudem war es ein Wechsel von einem Indoor- zu einem Outdoor-Turnier. Es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau.» Vor Zverev hatte bei dem ATP-500er-Turnier bereits Jan-Lennard Struff das Achtelfinale erreicht.
Platz eins rückt näher
Zverev kam mit dem Weiterkommen seinem Ziel, Nummer eins der Welt zu werden, einen weiteren kleinen Schritt näher. Weil der Weltranglistenerste Jannik Sinner nach wie vor wegen Knieproblemen pausieren muss, kann Zverev den Abstand zum Italiener mit weiteren Erfolgen immer mehr verkürzen.
Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker auf dem Tennis-Thron. Becker war insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt. Für den dreimaligen Wimbledonsieger ist es nur noch «eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird», wie er während der US Open bei «sporteurope.tv» angemerkt hatte.
Anfang Februar nach den Australian Open hatte Zverev noch über 9.000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5.700 auf den zweitplatzierten Sinner. Weil Alcaraz in diesem Jahr aber monatelang wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel und nun Sinner pausieren muss, hat sich die Situation zugunsten von Zverev gewandelt.
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