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Fußball-Bundesliga
HSV und Augsburg verpassen durch Remis wichtigen Schritt

Hamburger SV - FC Augsburg
Durch seine Fairplay-Aktion Mann des Spiels: Augsburgs Michael Gregoritsch. Foto: Gregor Fischer
Hamburger SV - FC Augsburg
Augsburgs Spieler durften über die Führung jubeln. Foto: Gregor Fischer
Hamburger SV - FC Augsburg
Jubelte über den Ausgleich: HSV-Torschütze Ransford Käönigsdörffer. Foto: Gregor Fischer
Hamburger SV - FC Augsburg
Hamburgs Miro Muheim sah die Rote Karte. Foto: Gregor Fischer
Der Hamburger SV und der FC Augsburg müssen sich im Abstiegskampf gedulden. Das 1:1 ist zu wenig, um Entwarnung zu geben. Für die Aktion des Spiels sorgt ein Ex-HSVer.

Hamburg. Der Hamburger SV und der FC Augsburg haben einen entscheidenden Schritt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Trotz mehr als 25 Minuten Unterzahl holten die Hamburger beim 1:1 (0:1) gegen den FCA immerhin noch einen Punkt. Arthur Chaves (22.) hatte die Augsburger in Führung gebracht, Ransford Königsdörffer (60.) gelang der Ausgleich. Nach der Roten Karte für Miro Muheim (64.) mussten die Hamburger zu Zehnt agieren. 

Durch das Remis sind beide Mannschaften noch nicht gerettet, haben aber weiter einen beruhigenden Vorsprung auf die Gefahrenzone. Mann des Spiels war vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion ein Ex-HSVer: Augsburgs Michael Gregrotisch korrigierte eine Foul-Entscheidung von Schiedsrichter Deniz Aytekin an der HSV-Strafraumgrenze zu seinen Ungunsten. 

Glatzel überraschend in der HSV-Startelf

Polzin hatte ein wenig überraschend Robert Glatzel in die Startelf beordert. Es war der vierte Einsatz des Stürmers in dieser Saison von Beginn an. Noch vor zwei Wochen hatte der HSV-Trainer den 32-Jährigen für das Spiel bei Borussia Dortmund (2:3) aus dem Kader gestrichen, nachdem dieser sich in einem nicht mit dem Verein abgestimmten Interview über sein Reservisten-Dasein geklagt hatte.

Glatzel blieb zunächst ohne Wirkung. Nach vorn ging beim HSV in der Anfangsphase nur selten etwas. Die Augsburger bereiteten mit ihrem frühen Pressing den Hamburgern einige Probleme und waren auch mit Ball zu Beginn gefälliger. 

Augsburg zunächst gefälliger

Die Gäste kamen so in aussichtsreiche Abschlusssituationen wie bei den Schüssen des Ex-HSVer Michael Gregoritsch (4.) und Fabian Rieder (11.), gefährlich wurde es aber lange Zeit nicht.

Doch mit dem ersten Ball auf das Tor von Hamburgs Schlussmann Daniel Heuer Fernandes ging der FCA auch in Führung. HSV-Verteidiger William Mikelbrencis verlor erst ein Kopfballduell, Chaves stocherte die Kugel aus kurzer Entfernung über die Linie. 

In der Folgezeit hatten die Hanseaten mehr Ballbesitz, aber wenig Ideen. Ein Freistoß von Miro Muheim war die bis dahin nennenswerteste Aktion der Gastgeber. Augsburgs Torwart Finn Dahmen hatte nur wenig Mühe, den Schuss zu entschärfen. Die beste Chance des HSV vor der Pause hatte noch Philip Otele (39.), der ebenfalls an Dahmen scheiterte. Fünf Minuten später verzog Glatzel nur knapp.

Gregoritschs bemerkenswertes Fairplay

Sekunden vor der Pause dann die bemerkenswerteste Aktion des Spiels: Nach einem Zweikampf zwischen Augsburgs Gregoritsch und Hamburgs Fabio Vieira an der Strafraumgrenze des HSV entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin für den Gäste-Stürmer.

Doch Gregoritsch räumte auf Nachfrage ein, dass er Vieira getroffen hatte. Aytekin nahm die Entscheidung zurück und bedankte sich wie Vieira bei dem Ex-HSVer. 

HSV in Halbzeit zwei gefährlicher - dann das Rot

In der zweiten Halbzeit erhöhte der HSV den Druck und kam zu mehr und mehr Chancen. Den besten Spielzug über Muheim und Glatzel schloss Königsdörffer nach einer Stunde Spielzeit mit seinem fünften Saisontor ab.

Doch schon vier Minuten später brachte sich der HSV in neue Nöte, als Muheim den Ball verstolperte, den auf das HSV-Tor eilenden Augsburger Anton Kade foulte und dafür die Rote Karte sah. 

Augsburg drückte, die Hamburger waren fast nur noch in der Defensive. In der 74. Minute verpasste Gregoritsch die Führung, als er den Ball aus kurzer Entfernung den Ball an den Pfosten setzte. Dennoch war der HSV mit Kontern gefährlich und verteidigte den Punkt verdient.

© dpa-infocom, dpa:260404-930-906563/1