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Porträt in Öl mit Goldrahmen
Darum hängt der Trigema-Affe in Grupps Ahnengalerie

Darum hängt der Trigema-Affe in Grupps Ahnengalerie
Maskottchen Charly hängt nun in der Ahnengalerie der Familie Grupp beim Bekleidungsunternehmen Trigema: Bonita Grupp (von links), Malerin Hanna Bastian, Bildeinrahmerin Sylvia Reh und Wolfgang Grupp junior vor dem Porträt in Öl von Charly. (Handout) Foto: Michael Sautter
Seit mehr als 30 Jahren wirbt das Bekleidungsunternehmen in Burladingen mit Schimpansen. Nun hängt ein Affen-Porträt als Ölgemälde zwischen der Gründerfamilie. So kam es dazu.

Burladingen. Ein Porträt der Werbeikone des Bekleidungsherstellers Trigema, ein Charly genannter Schimpanse, hängt nun in der Ahnengalerie der Familie Grupp. «Ich bin mit Charly aufgewachsen, ich kenn' keine Firma Trigema ohne Charly», sagt Wolfgang Grupp junior in einem Youtube-Video zur Herstellung des Porträts. «Charly hat jetzt über 35 Jahre seine Leistung da auch für Trigema gebracht - und dann hat er jetzt verdient, dass er da jetzt auch hängt.» 

Das Ölgemälde hängt zwischen Grupps Eltern und seinen Urgroßeltern in der Firmenzentrale in Burladingen (Zollernalbkreis). Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

«Er war in jeder Lebensphase von mir, irgendwann war er auf einem T-Shirt gedruckt», sagt der 35-jährige Grupp. «Und deswegen ist es wie ein erweitertes Familienmitglied für mich.» Vorgegeben gewesen sei für das Ölgemälde lediglich, dass es ein seriöseres Porträt werden solle. Der Schimpanse trägt auf dem Bild einen dunklen Anzug mit Weste, weißem Hemd und Einstecktuch, dazu eine rote Brille. 

Charly sitzt zwischen Eltern und Urgroßeltern 

«Charly hängt ja jetzt zwischen meinen Eltern und zwischen meinen Urgroßeltern», sagt Grupp, der geschäftsführender Gesellschafter ist. «Und wenn er zwischen den beiden Parteien sitzt, dann soll er auch ordentlich angezogen da sitzen.»

Der Bekleidungshersteller Trigema wirbt seit Anfang der 1990-er Jahre immer wieder mit einem Affen für Kleidung aus der schwäbischen Kleinstadt Burladingen. Zunächst waren es echte Schimpansen, bekleidet mit Hemd, Krawatte und roter Brille. Werbeauftritte vor der ARD-«Tagesschau» und bei anderen Sendern gab es regelmäßig zusammen mit dem Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp.

Kritik für Werbung mit echten Affen

Für das Werben mit echten Affen wurde Trigema immer wieder von Tierschützern kritisiert. Seit 2018 wirbt das Unternehmen daher mit einer animierten 3D-Version des Schimpansen. Im Jahr 2024 hatte Charly dann eine digitale Frischzellenkur erhalten. Als «AI-Fashion-Influencer» gab es für ihn unter anderem neue Outfits - zum Beispiel einen rosafarbenen Anzug oder einen weißen Kapuzenpullover (Hoodie). Trigema ist ein Hersteller von Wäsche, Freizeit- und Sportbekleidung und wirbt damit, zu 100 Prozent «Made in Germany» anzubieten.

© dpa-infocom, dpa:260526-930-129613/1