Tübingen. In einem aufsehenerregenden Prozess um den versuchten Mord an einem Frühchen ist die Mutter des Babys freigesprochen worden. Nach Auskunft eines Landgerichtssprechers hatte die Anklage vier Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung wollte einen Freispruch. Dem folgte auch die Kammer, wie der Sprecher sagte. Es hätten objektive Beweise zur Täterschaft und auch das Motiv der Frau gefehlt.
Die Staatsanwaltschaft hatte die junge Frau aus dem Landkreis Reutlingen wegen versuchten Mordes angeklagt. Sie soll Mitte November ihrem damals wenige Wochen alten Sohn auf der Intensivstation durch eine Magensonde eine Überdosis Koffein verabreicht und ihn damit schwer vergiftet haben. Das Kind überlebte. Die 25-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses abgestritten, die vorgeworfene Tat begangen zu haben.
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