Freiburg. Für das Freiburger Münster gibt es einen neuen Domkapellmeister. Rund ein Jahr nach der Kündigung von Boris Böhmann hat die Erzdiözese Freiburg Andreas Mölder als Nachfolger berufen, wie es in einer Mitteilung hieß. Mölder leite bereits seit einem Jahr interimsmäßig die Freiburger Domsingknaben. In einem Auswahlverfahren habe er sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt, so die Diözese.
«Mit Andreas Mölder gewinnen wir einen Domkapellmeister, der nicht nur künstlerische Exzellenz verkörpert, sondern auch die Fähigkeit besitzt, Menschen zu begeistern und die kirchenmusikalische Tradition des Münsters mit zeitgemäßen Akzenten weiterzuentwickeln», sagte Dompropst Peter Birkhofer. Ein genauer Termin für den offiziellen Dienstantritt werde noch bekanntgegeben.
Eklat um Vorgänger
Die Entlassung Böhmanns hatte vor rund einem Jahr Schlagzeilen gemacht. Der Grund für die Kündigung seien jahrelange interne Auseinandersetzungen gewesen, teilte das Erzbistum damals mit. Infolgedessen gab es mehrere Protestaktionen. Unter anderem hatten an Heiligabend 2024 Unterstützer Böhmanns langanhaltend applaudiert, so dass Erzbischof Stephan Burger den Gottesdienst und eine Live-Übertragung im Internet unterbrach. Der Eklat wurde bundesweit Thema. Kurz darauf stellte der Domfabrikfonds als Träger der Dommusik Böhmann frei.
Böhmann hatte zudem erfolglos gegen die Kündigung geklagt. Im April vergangenen Jahres gab die Diözese bekannt, dass er und der Domfabrikfonds «sich im besten Einvernehmen auf eine Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses geeinigt haben.»
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