Rheinfelden/Karlsruhe. Nach dem Sprengstoffverdacht an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Rheinfelden sitzt ein Verdächtiger inzwischen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Karlsruhe habe einen Haftbefehl gegen den 59-Jährigen erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dessen 14 Jahre alter Sohn, der mit im Auto saß und gegen den die Behörden ebenfalls ermitteln, sei der Obhut des Jugendamts übergeben worden. Die beiden seien nach dem Grenzübertritt nach Deutschland kontrolliert worden.
Der Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn war am Mittwoch stundenlang gesperrt, nachdem Sprengstoffspürhunde bei der Kontrolle eines Autos mit deutscher Zulassung angeschlagen hatten. Am Abend gab die Polizei Entwarnung: Es seien keine gefährlichen Stoffe gefunden worden. Die Autobahn wurde wieder freigegeben.
Verdächtiger soll illegale Waffen besessen haben
Die Ermittler werfen dem 59-Jährigen laut Staatsanwaltschaft Straftaten nach dem Waffengesetz vor. Gegen den Mann habe ein behördliches Waffenbesitzverbot bestanden. Im Vorfeld der Festnahme hätten die Ermittler bei Wohnungsdurchsuchungen im Murgtal verbotene Waffen festgestellt. Dort sei auch eine pulvrige Substanz entdeckt worden. Diese werde derzeit kriminaltechnisch untersucht. Eine erste Analyse deute darauf hin, dass es sich um eine explosive Mischung handeln könne, hieß es. Ob ein politischer Hintergrund vorliege, sei Gegenstand der Ermittlungen.
Der Grenzübergang liegt auf der Rheinfelder Brücke zwischen dem deutschen Rheinfelden (Baden) und dem Schweizer Rheinfelden und wird täglich von rund 30.000 Fahrzeugen genutzt. Die stundenlange Sperrung der A861 hatte auf beiden Seiten der Grenze zu kilometerlangen Staus geführt.
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