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Polizei teilt mit
Schiffsunfälle am Bodensee auf Zehnjahres-Höchststand

Wasserschutzpolizei Friedrichshafen
Die Wasserschutzpolizei hat eine Unfallstatistik herausgegeben (Symbolbild) Foto: Felix Kästle
104 Schiffsunfälle, rund zwei Millionen Euro Schaden: Auf dem Bodensee wurde 2025 ein Zehnjahres-Höchststand erreicht. Was steckt hinter dem Anstieg?

Friedrichshafen/Konstanz/Überlingen. Ein Zehnjahres-Höchststand bei Schiffsunfällen mit rund zwei Millionen Euro Schaden ist vergangenes Jahr auf dem Bodensee verzeichnet worden. Insgesamt registrierten die Wasserschutzpolizeistationen Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen 104 Schiffsunfälle in ihren Zuständigkeitsbereichen, wie eine Sprecherin sagte. Ursache für die Unfälle waren vor allem Fahrfehler, Unachtsamkeit und mangelnde Erfahrung auf dem Wasser.

Besonders zu Buche schlug ein Unfall im Mai in Kressbronn. Beim Einkranen eines fabrikneuen Motorbootes verrutschte durch eine ruckartige Bewegung der Gurt um wenige Zentimeter, wodurch das Boot auf die Hafenmauer und anschließend mit dem Heck voraus in das Hafenbecken stürzte. Der Schaden belief sich auf 1,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Gesamtschaden aus insgesamt 90 Unfällen nur bei 346.000 Euro. 

In der Statistik sind auch Verletzungen und Todesfälle aufgeführt. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Wasserschützer sechs Tote durch Badeunfälle – 2024 waren es zehn Stück. Verletzt wurden 2025 insgesamt elf Menschen – sieben durch Schiffs- und vier durch Badeunfälle.

© dpa-infocom, dpa:260313-930-811420/1