Karlsruhe. Nach seinem sechsten Jahrestag als Trainer des Karlsruher SC ist Trainer Christian Eichner stolz auf das gemeinsam Erreichte. «Deswegen ist es an dem Tag wirklich ein schöner Moment gewesen. Weil er auch frei war, um da mal kurz hineinzuhalten», sagte der 43-Jährige zu seinen Gefühlen am Dienstag, als die sechs Jahre erreicht waren. Damit ist der gebürtige Badener der dienstälteste Coach der 2. Fußball-Bundesliga.
Insgesamt bringt es Eichner mit Unterbrechungen bei den Badenern auf 23 Jahre in unterschiedlichen Funktionen - viele davon auch als Jugendspieler und später als Profi in der Abwehr. Vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) machte er jedoch auch deutlich, wie schnell solche Wegmarken im Profialltag wieder in den Hintergrund rücken. «Es ist einfach so, dass dich der Alltag so ummantelt, die Themen dich so ummanteln, dass du da relativ wenig dran denkst», räumte er ein.
Gegen Düsseldorf will Eichner «ganz andere Energie» sehen
Sein Antrieb sei es immer gewesen, den Menschen Freude am Stadionbesuch zu geben. «Es gab aber genügend Momente, in denen es nicht so war – bei mir übrigens auch nicht», sagte er. Der KSC habe ihm jedoch immer großes Vertrauen geschenkt und sich aus dem Tagesgeschäft herausgehalten. Auch könnten alle, «mit denen ich hier im Club gearbeitet habe, dann vielleicht bei einem Glas Wein auch mal stolz sein auf das, was sich in den letzten sechs Jahren hier entwickelt hat», betonte Eichner.
Sportlich forderte der 43-Jährige gegen die Fortuna eine Reaktion auf das enttäuschende 0:1 in Braunschweig. «Wir brauchen eine ganz andere Energie in beide Spielrichtungen», sagte Eichner. Der zuletzt gesperrte Dzenis Burnic kehrt in den Kader zurück, während ein Einsatz von Mittelfeldkollege Lilian Egloff noch offen ist.
© dpa-infocom, dpa:260206-930-653282/1
