Heidenheim. Dass der 1. FC Heidenheim im Abstiegskampf gefühlt schon verloren war und nun doch noch mal mittendrin ist, hat auch mit Budu Siwsiwadse zu tun. Man wolle den Georgier «auf keinen Fall bremsen», sagte Trainer Frank Schmidt vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN). Fünf Tore hat Siwsiwadse in den vergangenen vier Partien erzielt. Für den FCH wurde er vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger. Schießt er den Ostalb-Club doch noch zu einem weiteren Jahr in der Fußball-Bundesliga?
«Ich nehme ihn erleichtert wahr», sagte Schmidt über Siwsiwadse. Die Krise der ganzen Mannschaft, aber auch die persönliche Torflaute habe den 41-maligen Nationalspieler phasenweise sehr zum Nachdenken gebracht, meinte der Coach. Inzwischen habe der Stürmer wieder «diese Portion Leichtigkeit in seinem Tun». Er sei «mit jedem Erfolgserlebnis sicherer geworden». Und für den FCH, der nach wie vor Tabellenletzter ist, dadurch zuletzt immer wichtiger.
Konkurrenz spielt schon am Samstag
Beim FC Bayern München standen die Heidenheimer vergangenes Wochenende - auch dank eines Doppelpacks von Siwsiwadse - vor einem gewaltigen Coup, mussten sich nach einem Gegentor tief in der Nachspielzeit aber noch mit einem 3:3 begnügen. Jeweils drei Punkte beträgt der Rückstand auf den FC St. Pauli und den VfL Wolfsburg, die direkt vor den Heidenheimern liegen und schon am Samstag spielen. Geht für den FCH am Sonntag doch das Licht aus?
«Wie es brennt und wie gedimmt es ist, spielt keine Rolle. Das Licht ist an. Und wir sehen die Chance noch», sagte Schmidt vor der Partie in Köln in aller Deutlichkeit. «Wir rechnen nicht und rechnen uns auch nichts schön. Wir müssen ein Spiel gewinnen. Das ist das Einzige, das wir beeinflussen können.»
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