Königsbronn. Spezialkräfte der Polizei haben einen mutmaßlichen Erpresser bei einer geplanten Geldübergabe auf einem Supermarktparkplatz in Königsbronn (Kreis Heidenheim) festgenommen. Der 49-Jährige soll mit Komplizen ein Opfer tagelang in Italien festgehalten und erpresst haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Er kam in Untersuchungshaft.
Der Verdächtige soll zusammen mit einer Frau und weiteren Beteiligten einen 60 Jahre alten Mann über mehrere Tage in einem Gebäude in Italien festgehalten, erheblich verletzt und erpresst haben. Die Täter sollen das Opfer genötigt haben, Geld auf ihre Konten zu überweisen. Anschließend ließen sie den Mann den Angaben nach in Italien frei, forderten aber noch einen sechsstelligen Betrag von ihm. Das Geld sollte das Opfer auf dem Supermarktparkplatz in Königsbronn übergeben. Als der mutmaßliche Erpresser zum vereinbarten Übergabetermin am Samstag der vorletzten Woche dort erschien, nahmen ihn Spezialkräfte des Polizeipräsidiums fest. Verletzt wurde er dabei nicht.
Frau in Italien festgenommen
Zu den Hintergründen der mutmaßlichen Erpressung machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben. Auch in welcher Verbindung die Beteiligten standen und wie die Polizei ihnen auf die Schliche gekommen war, teilte ein Sprecher zunächst nicht mit.
Die mutmaßliche Komplizin des Tatverdächtigen nahmen Polizisten in Italien fest. Gegen sie wurde ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Das Auslieferungsverfahren dauert an. Am Freitag durchsuchten Ermittler Räume weiterer Verdächtiger, diese kamen nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß.
© dpa-infocom, dpa:261013-930-832351/1
