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Abschiedszeremonie
Strobl: Kretschmanns Abschied ist ein historischer Moment

Festakt zur Verabschiedung von Ministerpräsident Kretschmann
Seit 2016 regieren Winfried Kretschmann (Grüne) und Thomas Strobl (CDU) in Baden-Württemberg gemeinsam. Foto: Marijan Murat
Zehn Jahre regierten Winfried Kretschmann und Thomas Strobl gemeinsam mit Grün-Schwarz in Baden-Württemberg. Das sagt der CDU-Innenminister seinem Kollegen zum Abschied aus dem Amt.

Stuttgart. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat die 15-jährige Amtszeit des scheidenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) zum Abschied als historisch bezeichnet. Eine Ära finde dieser Tage ihren Abschluss, sagte Kretschmanns Stellvertreter bei der offiziellen Verabschiedung in Stuttgart. Kein anderer sei in Baden-Württemberg so lange Regierungschef gewesen wie Kretschmann. «Das ist historisch». 

«Freilich hat das Gründe, das ist ja kein Zufall, das passiert ja nicht einfach mal so», sagte Strobl. Er habe schon im Jahr 2011 in seiner Partei gemahnt, dass die Wahl Kretschmanns nicht als skurriler Einfall der Geschichte abgetan werden dürfe. Wer Winfried Kretschmann kannte, der habe gewusst: «Kretschmann kam ins Amt, um zu bleiben», so Strobl. Schnell sei es Kretschmann gelungen, den Menschen im Land zu vermitteln, dass er ein aufrichtiger und ehrlicher Schaffer sei. «Winfried Kretschmann war in seiner Amtszeit das, was man sich unter einem Landesvater vorstellt.» Kretschmann sei ein Unikat, eine Type.

Kretschmann und Strobl regierten seit 2016 gemeinsam in einer grün-schwarzen Koalition. Das enge persönliche Verhältnis, das beiden nachgesagt wird, galt als Stabilitätsanker der Koalition. Strobl sagte, es sei immer ein Erlebnis gewesen, mit Kretschmann zu sprechen und auch zu arbeiten. Er habe in seinem Berufsleben viele Konstellationen erlebt. «Ich kann aus ganzem Herzen sagen: Niemals hatte ich einen Partner, mit dem ich so offen, vertrauensvoll und verlässlich zusammenarbeiten durfte.»

© dpa-infocom, dpa:260429-930-8619/1