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Heilbronn
«Wollhausraser»-Familie soll Polizisten angegriffen haben

Polizei
Es kam bei der Beschlagnahmung der Autos zu Festnahmen (Symbolbild) Foto: Marijan Murat
Zwei Polizisten werden bei der Beschlagnahmung von Luxusautos verletzt. Was die Polizei zu den Hintergründen und den Vorwürfen gegen die Familie des «Wollhausrasers» sagt.

Heilbronn. Zwei Polizisten sollen bei einer Beschlagnahmung von hochmotorisierten Luxusautos in Heilbronn angegriffen und verletzt worden sein. Im Zuge der Maßnahmen gegen die Familie des sogenannten «Wollhausrasers» wurden das Auto eines 28-Jährigen mit einem Neupreis von etwa 85.000 Euro und 435 PS zunächst für vier Wochen eingezogen. Auch ein weiteres Auto (Neupreis ab 76.000 Euro, 330 PS) eines 25 Jahre alten Familienangehörigen wurde beschlagnahmt. Daraufhin kam es zu Handgreiflichkeiten durch mehrere Familienmitglieder. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Beamten wurden leicht verletzt. Sie erlitten Schürfwunden und konnten ihren Dienst fortsetzen.

Bei dem 28-Jährigen handelt es sich laut Polizeisprecher um den Cousin des sogenannten «Wollhausrasers», der vor drei Jahren in der Heilbronner Wollhausstraße einen tödlichen Unfall verursacht hatte. Der 28-Jährige hatte bereits im Oktober ein Luxusauto mit einem Neupreis ab 85.000 Euro und 408 PS abgeben müssen. Anschließend wurde in den sozialen Medien die polizeiliche Beschlagnahmung ins Lächerliche gezogen. 

Erneut kam es im Dezember mit seinem jetzt zweiten beschlagnahmten Auto zu Verstößen im Straßenverkehr. Das Auto war mit überhöhter Geschwindigkeit durch ein Heilbronner Industriegebiet gerast und fuhr einem Verkehrsteilnehmer dicht auf. Außerdem soll ein Autofahrer aus dem Auto heraus bedroht worden sein.

Auch mit dem anderen am Freitag beschlagnahmten Fahrzeug des 25-Jährigen kam es in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Verstößen. Laut Sprecher geht von den Fahrzeugen eine Gefahr für den Straßenverkehr aus, weshalb sie eingezogen wurden.

© dpa-infocom, dpa:260213-930-682698/1