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Ein Beitrag zu höherer Passgenauigkeit

Gemeinschaftsschule und Kaufmännische Schule besiegeln Kooperation – Information und Hospitation

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Freuen sich über die Kooperation: Schulamtsdirektor Hubert Haaga, OB Ursula Keck, die Schulleiter Gerhard Link und Oliver Schmider, Markus Klein (Schulamt) und Daniela Bräunling (Landratsamt). Foto: Oliver Bürkle

kornwestheim. Die Kooperation zwischen der Philipp-Matthäus-Hahn Gemeinschaftsschule in Kornwestheim und der Erich-Bracher-Schule in Pattonville ist gestern Nachmittag von den beiden Schulleitern mit einer Unterschrift besiegelt worden.

Ziel der Kooperation ist eine enge pädagogische und fachliche Zusammenarbeit, um den Schülern der Gemeinschaftsschule den Übergang zu weiterführenden Bildungswegen zu erleichtern.

„Als junge Schulart hören wir sehr oft, dass es noch Informationsbedarf gibt“, sagte Gerhard Link, Leiter der Philipp-Mätthäus-Hahn-Schule. Deshalb wollen sich die Schulen bei Informationsveranstaltungen gegenseitig unterstützen. Um den Schülern der Gemeinschaftsschule Einblicke in die vielfältigen Bildungswege an der Erich-Bracher-Schule zu geben, sollen diese zum Beispiel in Begleitung eines Mentors einen Tag lang am Schulleben teilnehmen. An der Gemeinschaftsschule wird aktuell keine gymnasiale Oberstufe angeboten werden.

Die Erich-Bracher-Schule ist eine kaufmännische Schule mit einem hohen Berufsschulanteil. Sie verfügt über ein Wirtschaftsgymnasium sowie drei Berufskollege mit unterschiedlicher Ausrichtung. Mit etwa 1800 Schülern ist sie die zweitgrößte Schule im Landkreis. Die Kooperation soll auch dazu dienen, allen Absolventen der Gemeinschaftsschule nach Klasse zehn einen „sanften und individuellen Übergang“ auf eine Schule zu ermöglichen, an der die Jugendlichen eine höhere Qualifikation erlangen können.

Oberbürgermeisterin Ursula Keck zeigte sich erfreut darüber, dass die Kooperation mit der Erich-Bracher-Schule nun fest im Bildungsplan der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule verankert ist. „Durch die Zusammenarbeit wird unter Beweis gestellt, dass es eine Durchgängigkeit verschiedener Schularten gibt“, sagte sie. Durch frühzeitige Information und Hospitation werde der reibungslose Übergang ermöglicht.

„Sie haben einen wirklich wichtigen Schritt getan“, sagte der Leitende Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes Ludwigsburg, Hubert Haaga. „Diese Kooperation trägt dazu bei, Lernchancen für Jugendliche zu erweitern“, zeigte er sich überzeugt. Die Öffnung der Schulen und Erweiterung der Möglichkeiten trage aber auch dazu bei, die Attraktivität der beiden Schulen zu erhöhen.

„An Bewerbern mangelt es unserer Schule nicht. Allerdings passt es manchmal nicht“, erläuterte Oliver Schmider, Leiter der Erich-Bracher-Schule, den Hintergrund für das Zusammenrücken. Er verspreche sich eine höhere Passgenauigkeit davon, wenn Jugendliche die Kaufmännische Schule mit ihrem bunten Strauß an Bildungsangeboten im Vorfeld kennenlernen.