Kein Grund zur Sorge: Mit winterharten Pflanzen bleibt der Garten auch in der kalten Jahreszeit attraktiv. Mit einigen einfachen Pflegetipps kommen die Gewächse gut durch Frost und Schnee. Wichtig zu beachten: Winterharte Blumen sind nicht automatisch auch Dauerblüher. Bestimmte Arten sind auch spezielle Winterblüher.
Was bedeutet „winterhart“?
Winterharte Pflanzen können Frost, Schnee und Eis im Freien überstehen und benötigen meist keinen besonderen Schutz. Aufpassen muss man jedoch mit diesem Begriff „winterhart“, da er nicht überall dieselbe Gültigkeit besitzt. Zusätzliche Auskunft kann eine sogenannte Winterhärtezone geben, die Auskunft darüber gibt, in welchen Regionen diese Pflanze den Winter übersteht. Während Zone 1 Temperaturen bis unter -45,5 Grad Celsius meint, weist die Zone 11 hingegen elf Pflanzen aus, die nur bei mehr als durchschnittlich 4,4 Grad Celsius überwintern können.
Winterhärte mindestens bei Zone 8
Für die meisten Regionen Deutschlands eignen sich Pflanzen ab Winterhärtezone 8. Je nach Lage und lokalen Wetterbedingungen können jedoch auch andere Zonen ausreichend sein. Zitruspflanzen wie Zitronen und Orangen würden hierzulande in Zone 10 eingestuft und würden daher einen Winter hier nicht überleben. Zu den beliebten winterharten Blühpflanzen zählen unter anderem Hornveilchen, Lavendel, Astern, Schleierkraut, Mädchenauge, Stockrose, Sonnenhut, Christrose, Kokardenblume oder zum Beispiel Alpenveilchen. Über die genaue Blütezeit kann man sich im Internet oder im Gartenfachhandel informieren.
Vorteil winterharter Pflanzen
Es gibt mehrere Gründe, sich diese spezielle Pflanzenart zuzulegen: der Garten wird auch den Winter über abwechslungsreich und bunt. Viele dieser Arten benötigen zudem nicht besonders viel Pflege und sind eher genügsam. Einige winterharte Pflanzen benötigen sogar keinen zusätzlichen Winterschutz. Einige Arten benötigen dennoch Unterstützung. Eine häufig unterschätzte Gefahr ist nicht der Frost selbst, sondern die sogenannte Frosttrocknis. Sie entsteht, wenn Pflanzen an sonnigen Wintertagen Wasser verdunsten, jedoch aufgrund des gefrorenen Bodens keine Feuchtigkeit aufnehmen können. Diese sogenannte Frosttrocknis kann verhindert werden, indem die Pflanzen mit Reisig oder einer dünnen Laubschicht bedeckt werden. Sobald die Temperaturen aber wieder ansteigen und der Boden nicht mehr gefroren ist, dürfen Pflanzen auch wieder bewässert werden. Zuviel Nässe darf sich aber nicht bilden, diese sorgt dann für eine Erfrierung der Wurzeln. Junge Bäume können entweder mit einem Kalkanstrich, einer Jute-Ummantelung oder mit Schilfrohrmatten vor dem Frost geschützt werden. Mehr Informationen erhält man beim Gartenfachexperten oder im Gartencenter. (db)

