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Junge Künstler erkunden Widerhall und Widerstand

Ludwigsburg. „Re:Sonanz“ lautet das Motto der besonderen Konzertserie, welche die Hermann-Haake-Stiftung wieder zu Beginn des Monats September im Ludwigsburger Schloss veranstaltet. Seit 20 Jahren unterstützt die Stiftung vorwiegend junge Künstler durch Stipendien und Auftrittsmöglichkeiten, und wie immer hat die künstlerische Leiterin Freia Fischer eine interessante Auswahl von Programmen im Dialog von Musik und Sprache getroffen. Resonanz heißt Widerhall: So beginnt die Reihe am heutigen Freitag im Schlosstheater um 20 Uhr mit einem Konzert des preisgekrönten Notos Quartetts mit Werken von Schubert, Fauré und anderen, begleitet von einem Vortrag des Soziologen Peter Schulz über „Resonanz als transformative Bewegung“.

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Bestreiten heute Abend den Auftakt der Konzertreihe im Schloss: Das preisgekrönte Notos Quartett.Foto: privat
Ludwigsburg. Morgen widmen sich der Bariton Pascal Zurek, die Sopranistin Victoria Kunze und Felix Nagl (Klavier und Elektronik) dem Widerhall, Widerstand und Nachklang bei Brahms, Mozart, Hugo Wolf, Fritz Kreisler, Aribert Reimann und Wolfgang Rihm. Dazu rezitiert Zurek Texte von Eichendorff bis Houellebecq. In der Sonntagsmatinee im Bacchuszimmer des Ordensbaus beschäftigen sich der Geiger Jérôme Huy und die Cellistin Luisa Arnitz als Duo Spiegelblau mit den Gegenpolen von Heimat und Fremde, Dazugehören und Anderssein, Liebe und Einsamkeit.

Die zweite Hälfte der Reihe beginnt am 7. September im Schlosstheater unter dem Motto „Vom Zauber der Worte und Töne“ – mit dem Duo Dominik Manz (Cello) und Goun Kim (Klavier) und Werken von Brahms, Debussy und Fazil Say, mit Erläuterungen von Rudolf Guckelsberger. Der versierte Literaturkenner und Rezitator liest Texte von Thomas Mann, Robert Schneider und anderen. „Du klingst in mir und ich in Dir“ heißt es am Freitag mit Catherina Berzé (Mezzosopran), Gabriel Klitzing (Bass) und Robert Bärwald (Klavier) in einem Programm über Robert Schumann und die neue Musik. Positionen der Avantgarde werden vom Komponisten und Lachenmann-Schüler Jan Kopp erläutert.

Kabale und Liebe in der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts sind der Stoff für Bernhard Ep- stein, den Leiter der Opernschule Stuttgart, und seine Studierenden am Samstag, 9. September, im Schlosstheater unter dem Titel „Rigoletto und andere Intrigen“. „Re:Sonanz“ klingt aus am Sonntagmorgen mit dem Blockflötenensemble Quartet Revoiced, dem Gitarristen Hendrik Dewes und Veit-Erdmann Abele, dessen neues Werk „Begegnungen“ im Bacchuszimmer zur Uraufführung kommt. (ze)