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Das sind die Kernpunkte in den Wahlprogrammen der Parteien zum Thema Bildung

Am 14. März ist in Baden-Württemberg Landtagswahl. Symbolbild: dpa
Am 14. März ist in Baden-Württemberg Landtagswahl. Symbolbild: dpa

Die Grünen wollen mit Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte und Schulleitungen die Qualität an Schulen verbessern. In Grundschulen sollen Fachkräfte für Pädagogik, Psychologie, Ergotherapie, Logopädie zum Einsatz kommen, um Kinder zu fördern. Inklusion soll an allen Schulen möglich sein. Bildungschancen sollen nicht von der sozialen Herkunft abhängen. Medien- und politische Bildung sollen gestärkt werden. Mit der Zivilgesellschaft soll ein „Dialog 2030“ stattfindet, in dem es um den Bildungsbegriff geht.

Die CDU setzt auf den Leistungsgedanken und ein vielseitiges Schulsystem, das an Qualität und Leistungsfähigkeit ausgerichtet werden soll. Die Grundschulempfehlung soll wieder verbindlich werden. Im Bereich Digitalisierung sollen alle Lehrkräfte bis zum Schuljahr 2023/2024 eine Fortbildung erhalten. Die Kosten für die technische Ausstattung soll das Land tragen. Damit Schüler digital nicht abgehängt werden, soll eine einkommensabhängige Förderung oder Bereitstellung von Endgeräten gesichert werden.

Die SPD fordert ein Zwei-Säulen-System aus Gymnasium und integrierter Schulform. Dafür soll die Gemeinschaftsschule ausgebaut werden. Wo Inklusion stattfindet, sollen zwei Lehrkräfte eine Klasse betreuen. Grundschulen sollen in der Mehrzahl Ganztagsschulen werden. Geplant ist eine kostenfreie Schülerbeförderung. Endgeräte für Lehrkräfte und für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen sowie schnelle Datenleitungen sollen dazu führen, dass der digitale Unterricht den regulären ergänzt.

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Die AfD fordert eine Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung. Gemeinschafts- und Ganztagsschulen werden abgelehnt. Dafür sollen Haupt-, Werkreal- und Realschulen gestärkt werden. Wichtig ist der Partei, dass Leistung, Wissen und Können in den Mittelpunkt von Bildungsplänen rücken. Inklusion an Regelschulen soll nur dort stattfinden, wo sie Schüler und Lehrkräfte nicht überfordert. Die Digitalisierung soll neben der Ausstattung durch eigens ausgebildete Spezialisten vorangetrieben werden.

Die FDP fordert ein gegliedertes Schulsystem, in dem Haupt- und Realschulen weiterentwickelt und enger mit Berufsschulen verknüpft werden sollen. Auch die Liberalen fordern die Wiedereinführung der verbindlichen Grundschulempfehlung. Gemeinschaftsschulen sollen fortbestehen. Die Entscheidung über G8- oder G9-Abitur sollen Schulen selbst treffen. Die Partei möchte einen Innovationsfonds für Schulversuche auflegen. Der Einsatz digitaler Methoden in der Schule soll zum Standardrepertoire gehören.

Die Linke setzt sich für kostenfreies Mittagessen an Kitas und Schulen sowie eine kostenlose Schülerbeförderung ein. Die Partei möchte die Gemeinschaftsschulen stärken und spricht sich gegen ein mehrgliedriges Schulsystem aus. Zu den Forderungen gehört auch die Rückkehr zu G9. Im Unterricht soll die individuelle Förderung im Vordergrund stehen. Digitale und analoge Lernmethoden sollen sich künftig ergänzen. Es soll kostenfreie Endgeräte für Lehrkräfte sowie Schüler und Schülerinnen geben.

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