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Bottwartal-Marathon

Der Laufpokal bleibt im Bottwartal

Rund 2000 Läufer gehen nach der Coronapause an den Start - Die Sportler zeigen Verständnis für die 3G-Kontrollen

Zum ersten Mal startet der Halbmarathon in Steinheim.Fotos: Holm Wolschendorf
Zum ersten Mal startet der Halbmarathon in Steinheim. Foto: Holm Wolschendorf

STEINHEIM. Der Bottwartal-Marathon ist zurück: Nachdem die beliebte Laufveranstaltung im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt werden musste, ist das Interesse am ersten Fitnesstest nach der Zwangspause am Sonntagvormittag groß - rund 2000 Läufer haben sich im Vorfeld angemeldet.

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Bottwartal-Marathon 2021

Im Start- und Zielbereich am Steinheimer Steppi-Kreisel herrscht dichtes Gedränge, als gegen 10 Uhr der Start des Halbmarathons bevorsteht. Das Hygienekonzept sieht vor, dass die Sportler nur mit 3G-Nachweis in den abgesperrten Start- und Zielbereich eingelassen werden. Das dauert seine Zeit: An den Kontrollpunkten am Eingang des Kreisverkehrs bilden sich lange Warteschlangen, die sich weit in die Höpfigheimer Straße zurückstauen.

Trotz kühler Außentemperatur nehmen die Läufer die Kontrollen mit aufgesetzten Masken gelassen in Kauf. „Alles läuft glatt“, freut sich Cheforganisator Holger Bäßler. „Alle halten sich an die 3G-Regel, die Läufer zeigen viel Verständnis.“

Der Halbmarathon startet mit viertelstündiger Verspätung. „Ihr habt eine Eselsgeduld, das ist vorbildlich“, lobt auch Moderator Achim Seiter. Den Sportlern ist die Vorfreude auf den Wettkampf anzumerken. „Das ist der Grund, weshalb wir bei Wind und Wetter die Laufschuhe schnüren“, meint der Moderator. „Damit wir Momente wie diese genießen können.“

Organisator Bäßler ist mit der Resonanz zufrieden, auch wenn es im Rekordjahr 2019 vor der Coronakrise sogar 5000 Teilnehmer waren. „Damals waren allerdings auch 1600 Kinder dabei“, so Bäßler. „2000 Läufer sind super, damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet.“

Für die Kinder, die sonst einen Tag vor den Hauptläufen im Riedstadion gegeneinander antreten, wird in diesem Jahr eine virtuelle Laufwoche angeboten. Die Wettbewerbe für Menschen mit Behinderung entfallen. Gestartet wird in drei Kategorien: dem von unserer Zeitung gesponserten LKZ-Bergmarathon über 42 Kilometer, dem Halbmarathon über 21 Kilometer und über die Zehn-Kilometer-Distanz.

Die Großveranstaltung findet in diesem Jahr in abgespeckter Form statt, ohne Essens- und Getränkestände, ohne Guggenmusik. Ausschließlich der Sport steht im Mittelpunkt. Dennoch werden die Halbmarathonläufer, als sich das Feld durch die Ludwigsburger Straße in Richtung Kleinbottwar in Bewegung setzt, von zahlreichen Zuschauern angefeuert.

Kurz zuvor hat bereits die Siegerehrung des Zehn-Kilometer-Laufs stattgefunden, Die Teilnehmer waren schon um 9 Uhr losgelaufen - Lina Kabsch (Therapierehabottwartal), mit 38:23 Minuten schnellste Frau, und Raphael Arnold (ebenfalls Therapierehabottwartal), der nach 32:37 Minuten bei den Herren vorne liegt, haben ein beachtliches Tempo vorgelegt und sind längst wieder im Ziel, als der Startschuss für den Halbmarathon fällt.

Auch bei der Siegerehrung kommt Stimmung auf. „Wenn wir unsere Sieger ehren, haben wir mehr Zuschauer als bei den Olympischen Spielen in Tokio“, scherzt Moderator Seiter. Im Halbmarathon setzt sich bei den Frauen Sandra Burkhardt (gesponsert von Ralph Ehmann) in 1:22:57 Stunden, bei den Männern Sebastian Gaedicke (VFL Waiblingen Triathlon) in 1:12:52 Stunden durch.

Eine besondere Herausforderung ist an diesem Tag der LKZ-Bergmarathon, 700 Höhenmeter sind zu überwinden. Bei den Frauen siegt Heidi Kleiser (Team Blau) in 3:31:51 Stunden. Bei den Männern kann sich Timo Striegel (Die Praxis Ludwigsburg) nach einem langen Dreikampf von Jan Cartsburg (SV Ludwigsburg 08) und Jens Santruschek (TV Bretten) absetzen und gewinnt in 2:51:50 Stunden. Es ist bereits Striegels dritter Erfolg. „Der Pokal bleibt im Bottwartal“, freut sich der Großbottwarer, als er seinen Sieg mit einem natürlich mit alkoholfreiem Gerstensaft gefüllten XXL-Bierglas begießt.

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