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Soziale Gruppenarbeit
Ein Mehrwert für Kinder und Familien

Teamplayer in Sachsenheim: Bürgermeister Holger Albrich, Sozialarbeiter Achim Gräther, Fachleiterin Dorothee Kocher und die Vorstandsvorsitzende der Jugendhilfe Hochdorf, Eva Teufel (von links).Foto: Alfred Drossel
Teamplayer in Sachsenheim: Bürgermeister Holger Albrich, Sozialarbeiter Achim Gräther, Fachleiterin Dorothee Kocher und die Vorstandsvorsitzende der Jugendhilfe Hochdorf, Eva Teufel (von links).Foto: Alfred Drossel
Die soziale Gruppenarbeit der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf besteht in Sachsenheim seit 25 Jahren. Mehr als 200 Kinder und Familien haben in dieser Zeit das Betreuungsangebot angenommen. Bürgermeister Holger Albrich spricht von einem Erfolgsmodell.

Sachsenheim. Soziale Gruppenarbeit ist eine Form der ambulanten, präventiven Erziehungshilfe. Die Kinder im Alter zwischen sechs und sieben Jahren leben in ihrer Familie und werden unter der Woche durch die soziale Gruppenarbeit (SGA) unterstützt. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Familien- und Lebenssituation Probleme im Sozial- und Leistungsbereich entwickelt haben.

„Die soziale Gruppenarbeit ergänzt und unterstützt den Erziehungsauftrag der Eltern und bezieht die Ressourcen in die Gestaltung des Hilfsangebots mit ein“, betont die Leiterin der Sachsenheimer Stelle, Dorothee Kocher. Die Teilnahme an der Gruppenarbeit soll den jungen Menschen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen helfen. Auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzeptes wird die Entwicklung der jungen Menschen durch soziales Lernen in der Gruppe gefördert.

Neben der aktiven und sinnvollen Alltags- und Freizeitgestaltung in und mit der Gruppe werden die jungen Menschen zur Kommunikation mit Gleichaltrigen und zu eigenverantwortlichem Handeln motiviert.

Das Konzept hat die frühere Vorstandsvorsitzende der Jugendhilfe Hochdorf, Claudia Oberle, entwickelt. Sachsenheim ist die erste von derzeit fünf Einrichtungen dieser Art im Landkreis.

Gestartet ist die SGA damals in einer Wohnung eines Privathauses in der Bissinger Straße. Sozialarbeiter Achim Gräther erinnert sich noch an die räumlichen Probleme. Froh war die Einrichtung, als sie in ehemalige Büroräume der Firma Kienle und Spieß einziehen konnte. „Jetzt haben wir ideale Bedingungen“, sagt Achim Gräther.

Hier ist Platz für 18 Kinder und Jugendliche. Täglich kommen derzeit zwölf Kinder nach der Schule und bekommen Unterstützung im schulischen und sozial-emotionalen Bereich. „Mit Spaß lernt es sich am leichtesten, daher kommt dem spielerischen Lernen eine große Bedeutung in der Programmgestaltung zu“, betont Dorothee Kocher. Die SGA sei kein Reparaturbetrieb für Eltern, sondern sie brauche die Eltern für eine erfolgreiche Arbeit. Die Angebote der sozialen Gruppenarbeit würden dazu beitragen, die persönlichen, sozialen und schulischen Kompetenzen der Kinder zu fördern, unterstreicht die Vorstandsvorsitzende der Jugendhilfe Hochdorf, Eva Teufel. Sie würdigt dabei den kompetenten Einsatz ihrer Sachsenheimer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Arbeit der SGA bringe einen unschätzbaren Mehrwert für die Familien und die ganze Gesellschaft.

Bürgermeister Holger Albrich wertet die Gruppenarbeit als wertvolle Ergänzung zur offenen Jugendarbeit in der Stadt. Gemeinderat und Stadt würden hinter dieser Arbeit stehen. Die Stadt übernimmt die Miete der Räume in Höhe von jährlich 20000 Euro.