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Berufsausbildung

Erich-Bracher-Schule wird für 9,4 Millionen fit gemacht

Die Erich-Bracher-Schule in Pattonville wird für voraussichtlich 9,4 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Obwohl die Kosten damit deutlich über den bisherigen Schätzungen von sieben Millionen liegen werden, stimmte der Kreistag den Plänen für die kaufmännische Schule in seiner Sitzung gestern einhellig zu.

Fast zehn Millionen Euro investiert der Landkreis in die Erweiterung und Modernisierung der Erich-Bracher-Schule. Archivfoto: Oliver Bürkle
Fast zehn Millionen Euro investiert der Landkreis in die Erweiterung und Modernisierung der Erich-Bracher-Schule. Foto: Oliver Bürkle

Pattonville. Geld, das für eine qualifizierte und für die Erfordernisse der Digitalisierung gerüstete Berufsausbildung ausgegeben wird, ist sinnvoll angelegt. Darin waren sich am Freitagnachmittag alle Fraktionen im Kreistag einig. Die erfreuliche Konsequenz für Schulleiter Oliver Schmider und sein etwa 100-köpfiges Kollegium: Die Gebäude der kreiseigenen Erich-Bracher-Schule, an der derzeit rund 1800 junge Leute unterrichtet werden, sollen bis Ende 2023 grundlegend auf Vordermann gebracht werden.

Der Startschuss zu den Umbau- und Erweiterungsarbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen. Zunächst sind bis Ende 2022 Neubauten, Umbauten und Renovierungen der Schule selbst vorgesehen, dann folgt 2023 die Modernisierung von Aula und Mensa im ehemaligen Kino der US-Army.

Die jetzt vom Kreistag gebilligten Pläne, die auch mit der Schule abgestimmt sind, sehen unter anderem einen völlig neuen, zweigeschossigen Klassentrakt nördlich des Ostflügels der Schule vor, die neben einer Berufsschule auch vier Berufskollegien und ein Wirtschaftsgymnasium umfasst. Ihre schulische Berufsausbildung erhalten in Pattonville unter anderem Einzel- und Großhandelskaufleute, Industrie- und Bankkaufleute sowie Lageristen und Wirtschaftsinformatiker.

Der Standort des neuen Klassentrakts macht eine Neuordnung des Lehrerparkplatzes nötig und sieht im Erdgeschoss Werkstätten sowie Arbeitsräume vor, im Obergeschossen liegen neue Klassenzimmer und weitere Räume für Arbeitsgruppen. Einen Anbau nach Westen erhält auch der Verwaltungstrakt, im Foyer soll ein leicht zu findender Aufzug die Schule barrierefrei erschließen. Es wird neue Funktionsräume geben, darunter auch ein neuer Serverraum für die EDV. Außerdem sind neue Arbeitsräume für die Lehrerschaft vorgesehen, dazu kommt ein weiteres Klassenzimmer. Außerdem werden im bestehenden Gebäude zwölf für die heutigen Klassenteiler viel zu kleine Klassenzimmer durch acht größere ersetzt. Schließlich sollen 100 neue, überdachte Fahrradstellplätze für die Schülerinnen und Schüler sowie – im Bereich der alten Garagen in der Nordostecke der Schule – ein Fahrradraum für Lehrkräfte entstehen.

Diese erste Tranche der Um- und Ausbauten wird bis Ende 2022 allein 7,6 Million Euro kosten. Weitere 1,8 Millionen Euro werden für die neuen Aufenthaltsbereiche für die Schüler fällig, die – nach Bezug der neuen Klassenzimmer – in etwa drei Jahren mit Mensa und Aula an der Reihe sind. Für das Vorhaben stehen aus dem vergangenen Haushaltsjahr noch 660 000 Euro bereit, im Kreisetat 2020 und in der Finanzplanung bis 2023 sind insgesamt weitere 7,5 Millionen vorgesehen. Die noch fehlenden stark 1,2 Millionen Euro sollen zusätzlich im Haushaltsplan des nächsten Jahres untergebracht werden.

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