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Sommerzeit

Freibad wird jetzt doch geöffnet

Aufatmen bei den Wasserratten: Das Freibad wird am Dienstag, 7. Juli, seine Pforten öffnen. Allerdings unter strengen Hygienevorschriften: Auch in Asperg können Tickets nur online gelöst werden, es darf nur eine bestimmte Anzahl an Personen ins Bad und der Aufenthalt ist zeitlich begrenzt.

Im Asperger Freibad werden sich auch in diesem Sommer die Badegäste tummeln – aber deutlich weniger als sonst. Archivbild: Alfred Drossel
Im Asperger Freibad werden sich auch in diesem Sommer die Badegäste tummeln – aber deutlich weniger als sonst. Archivbild: Alfred Drossel

Asperg. Die Ausgangslage war eigentlich schlecht. Der Gemeinderat und die Verwaltung von Asperg hatten sich entschlossen, das Freibad in diesem Jahr erst gar nicht aufzumachen. „Man könne sich nicht vorstellen, dass Tausende von Menschen sich im Freibad tummeln. Nicht bei den aktuell geltenden Vorschriften“, hatte es im April geheißen. Doch inzwischen haben sich die Zeiten und die Vorschriften ein wenig gewandelt. Daher hat sich der Gemeinderat mehrheitlich in der Sitzung dazu entschlossen, das Bad am kommenden Dienstag doch zu öffnen. Allerdings unter Auflagen: Nach den Hygienevorschriften dürfen maximal 100 Personen gleichzeitig im Schwimmerbecken sein. Für das Nichtschwimmerbecken sind 150 Personen vorgesehen und für das Kinderbecken maximal 40 Personen. Vorschriften gibt es auch für die Liegewiese. Eigentlich dürften sich in Asperg rund 1000 Menschen auf den Rasen legen. Damit aber auch ein großer Teil der Besucher gleichzeitig ins Wasser kann, hat sich die Verwaltung dazu entschlossen, lediglich 500 Menschen ins Freibad zu lassen.

Diese Vorschriften müssen auch überwacht werden. Dafür fehlt der Stadt aber das nötige Personal. Daher werden lediglich das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken geöffnet, ebenso das Kinderbecken. Die weiteren Angebote wie Wasserrutsche, Sprungturm Wasserspiel Beachvolleyballfelder und der Spielplatz bleiben weiter gesperrt. Die Verwaltung ist aktuell im Gespräch mit zusätzlichem Personal, damit die drei Becken überwacht werden können. Denn es gilt weiter in Coronazeiten: eineinhalb Meter Abstand zwischen den einzelnen Personen.

Nur noch elektronische Anmeldung für das Freibad

Außerdem können die Besucher nur noch zu bestimmten Zeiten in Freibad. Diese sind von 8 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr. Dafür kann man sich nur elektronisch anmelden. Karten am Freibad gibt es nicht mehr.

Bei der Ticketbuchung müssen Name des Badegastes sowie die Badezeit angegeben werden. Gleichzeitig muss der Gast seine Adresse und Telefonnummer mitteilen. So lassen sich die Menschen besser verfolgen, wenn es zu einer Infektion im Freibad kommen sollte. Vor, zwischen und nach den Badezeiten wird die ganze Anlage gründlich gereinigt. Schwimmkurse werden im Freibad nicht gegeben. Außerdem soll es eine leichte Erhöhung bei den Eintrittskarten geben.

Dass das Bad am kommenden Dienstag geöffnet wird, war in der Sitzung am Dienstag nicht unumstritten. Günter Pfersich, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, machte sich für die Öffnung stark, auch weil die Feriengestaltung in diesem Jahr sehr dürftig sei. „Außerdem sind die Kosten schon da, dann kann man auch aufmachen“. Auf der anderen Seite die SPD, sie wollte eine Öffnung nicht mittragen. „Wir waren schon früher aus guten Gründen dagegen, und das sind wir noch heute. Das lässt sich doch gar nicht kontrollieren“, sagte Markus Furtwängler. Die Grünen waren sich uneins. In ihrer Fraktion gab es Gegner und Fürsprecher einer Eröffnung. Trotzdem fand sich am Ende eine breite Mehrheit für die Eröffnung .

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