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Maschinenbau

Hainbuch auf Erfolgskurs

Unternehmen steigert 2018 seinen Umsatz um fast zehn Prozent – Weiteres Wachstum erwartet

Am Standort Marbach gibt es 55 neue Mitarbeiter.Foto: Holm Wolschendorf
Am Standort Marbach gibt es 55 neue Mitarbeiter. Foto: Holm Wolschendorf

Marbach. Für das Maschinenbauunternehmen Hainbuch war 2018 ein aufregendes Jahr. Grund dafür waren die vielen Investitionen und die Umstellung auf SAP-Software. „Ihr seid eine tolle Mannschaft und ich freue mich über das prima Ergebnis, trotz aller Schwierigkeiten“, sagte Gerhard Rall, geschäftsführender Gesellschafter von Hainbuch, bei der Jahresabschlussfeier zu seinem Team.

Beim Umsatz lägen sie 2018 um fast zehn Prozent über dem Vorjahr, verkündete Rall bei der Feier. Der Konzernumsatz hatte 2017 noch 81 Millionen Euro betragen, das Ergebnis 2018 war mit 90 Millionen Euro neun Millionen höher, erklärte Pressesprecherin Melanie Bernard.

Den Erfolg begründet das Unternehmen mit der allgemein starken Entwicklung im Maschinenbau, sowohl im Inland als auch im Ausland. Auch die verstärkte Ausrichtung auf die wachsenden Branchen Aerospace, Medizin und E-Mobilität hat den Marbachern kräftig Schub gegeben.

Im vergangenen Jahr standen bei Hainbuch nicht nur die Umsatzziele im Vordergrund, sondern Anfang August die erfolgreiche Einführung der SAP-Software an allen deutschen Standorten. „Es war unser größtes und wichtigstes Projekt und wird die nächsten Jahrzehnte Dreh- und Angelpunkt unseres weiteren Wachstums sein“, sagte Rall. Von SAP erhoffe sich das Unternehmen „ein System für Hainbuch – langfristig auch weltweit – anstatt einer Vielzahl von verschiedenen Systemen und den dazugehörigen Schnittstellen“, erklärte Bernard. Dabei sei es vor allem darum gegangen, alle Prozesse in einem System abzubilden und keine doppelte Datenpflege führen zu müssen. Dadurch könnten außerdem Prozesse standardisiert und der komplette Auftragsablauf sichergestellt werden. Ein weiterer Vorteil sei, so Bernard, die Zukunftssicherheit, weil die Innovationskraft von SAP genutzt werden könne und keine Abhängigkeit von kleinen Partnern mehr bestehe.

Nicht nur SAP durfte bei Hainbuch 2018 einziehen. 69 neue Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen nun zusätzlich. Allein in Marbach fanden 55 neue Mitarbeiter einen Arbeitsplatz, darunter zehn Auszubildende. Am Standort Marbach gibt es jetzt insgesamt 470 Mitarbeiter.

Mit dem Kauf der Firma Hercegfi CNC-Fertigungstechnik in Mosbach in Baden-Württemberg hat Hainbuch außerdem einen jahrelangen Lieferanten mit an Bord geholt. Darüber hinaus wurde eine neue Abteilung unter dem Namen Smart Systems gegründet, die sich mit den Themen rund um Elektronik, Automatisierung und Industrie 4.0 beschäftigen soll.

Die Tochter in Thailand bekam eine zusätzliche Halle, um die dortige Spannmittelproduktion zu erhöhen. Und in China wurde eine Produktionstochter gegründet, um für die Kunden dort spezielle Teile herstellen zu können. Hainbuch hat außerdem neue Maschinen gekauft. Am Standort in Marbach sind die Investitionen aber noch nicht abgeschlossen. Wegen des Engpasses in den Bereichen Lager und Versand wird ein neues, zweistöckiges Gebäude an der Erdmannhäuser Straße entstehen – Baubeginn soll bereits Anfang dieses Jahres sein.

Die Aussichten für Hainbuch sind bei so vielen Investitionen vielversprechend. Und auch die Prognosen des Verbands der deutschen Maschinenbauer können die Marbacher zuversichtlich stimmen. Der Verband erwartet für die Branche ein Wachstum von zwei Prozent. Hainbuch will im Jahr 2019 beim Umsatz um gut sechs Prozent zulegen und peilt 96 Millionen Euro an.

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