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Kunstprojekt im Seniorenheim
Haus am Wunnenstein in Winzerhausen: Bewohner feiern ihr Projekt „Carolino vom Bottwartal“

Mit viel Fantasie, Farbe und Herzblut haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses am Wunnenstein ihren Esel „Carolino vom Bottwartal“ künstlerisch gestaltet.
Mit viel Fantasie, Farbe und Herzblut haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses am Wunnenstein ihren Esel „Carolino vom Bottwartal“ künstlerisch gestaltet. Foto: Haus am Wunnenstein/p
Mit Fantasie und viel Herzblut verwandeln Bewohner des Hauses am Wunnenstein einen Plastikesel in ein Kunstwerk. Die Taufe war ein Fest der Gemeinschaft.

Großbottwar. Die Idee für das Projekt hatte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Braun. Er organisierte einen Plastinat-Esel und gab damit den Startschuss für ein besonderes künstlerisches Projekt, das von der Künstlerin Kerstin Lorenz vom Kunstwerkstättle geleitet wurde. Eine feste Bewohnergruppe beteiligte sich aktiv daran. So wurde im vergangenen Jahr fleißig an dem Esel künstlerisch gearbeitet, heißt es in einer Mitteilung des Hauses am Wunnenstein.

Mit Musik, persönlichen Worten und viel Applaus wurde im Haus am Wunnenstein das Kunstprojekt durch eine offizielle Eseltaufe feierlich eingeweiht. Zahlreiche Bewohner und Gäste, darunter auch Ortsvorsteher Friedrich Link, nahmen an der Veranstaltung teil.

Große Freude über die Eseltaufe (von links): Arnegunde Bärlin, Magnus Hanzel, Geschäftsführer Karl-Schaude-Stiftung, Ortsvorsteher Friedrich Link, Nicole Brosig, Leiterin soziale Betreuung, und Hartmut Braun, Vorstandsvorsitzender der Karl-Schaude-St
Große Freude über die Eseltaufe (von links): Arnegunde Bärlin, Magnus Hanzel, Geschäftsführer Karl-Schaude-Stiftung, Ortsvorsteher Friedrich Link, Nicole Brosig, Leiterin soziale Betreuung, und Hartmut Braun, Vorstandsvorsitzender der Karl-Schaude-Stiftung. Foto: Haus am Wunnenstein/p

Kreativität stärkt Gemeinschaft

Der Vorstandsvorsitzende der Karl-Schaude-Stiftung, Hartmut Braun, hob die Bedeutung gemeinschaftlicher Projekte und kreativer Arbeit für das Leben im Haus hervor. Die MAKS-Musikakademie unter der Leitung von Ulrich Staudenmaier sorgte für den musikalischen Rahmen. Gemeinsam mit seiner Schülerin Emma spielte er ein Stück von Joseph Haydn auf der Gitarre und begeisterte damit das Publikum.

Eindrücke vom Entstehungsprozess.
Eindrücke vom Entstehungsprozess. Foto: Haus am Wunnenstein/p

Musik und Erinnerungen begleiten die Taufe

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Aufführungen von Nicole Brosig, Leiterin der sozialen Betreuung. Sie gab einen umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit der sozialen Betreuung im Haus am Wunnenstein. Ziel sei es, den Bewohnerinnen und Bewohnern einen abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen, ihnen Struktur zu geben und vor allem Lebensfreude zu schenken. Dabei gehe es nicht nur um Beschäftigung, sondern um echte Teilhabe am Leben. Zum Beispiel durch Angebote wie Gymnastik, Gedächtnistraining, kreative Projekte, spezielle Programme für Menschen mit Demenz, Yoga, Karaoke, gemeinsame Ausflüge, Feste oder auch musikalische Aktivitäten werde gezielt die körperliche, geistige und soziale Kompetenz gefördert. Projekte wie der gestaltete Esel seien ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kreativität, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit zusammenwirken könnten.

Hartmut Braun, Vorstandsvorsitzender der Karl-Schaude-Stiftung, präsentiert das Esel-T-Shirt.
Hartmut Braun, Vorstandsvorsitzender der Karl-Schaude-Stiftung, präsentiert das Esel-T-Shirt. Foto: Haus am Wunnenstein/p

„Carolino vom Bottwartal“ erhält seinen Namen

Highlight der Veranstaltung war schließlich die offizielle Taufe des Esels durch die Geschäftsleitung, vertreten durch Magnus J. Hanzel und Arnegunde Bärlin. Unter großem Applaus wurde das Tuch vom Kunstwerk gezogen und der Esel auf den Namen „Carolino vom Bottwartal“ getauft. Der Name, der „der Starke“ beziehungsweise „der Freie“ bedeutet, wurde von den Bewohnern selbst ausgewählt. Symbolisch erhielt der Esel zur Taufe frisches Heu.

Kunstwerk mit dauerhaftem Platz im Vorgarten

Besonders gewürdigt wurden die vier beteiligten Bewohner, die als Künstler maßgeblich an der Gestaltung des Esels mitgewirkt hatten. Die anschließende Bildershow ließ die Entstehung des Projekts noch einmal Revue passieren und zeigte eindrucksvoll die einzelnen Arbeitsschritte. Künftig wird „Carolino vom Bottwartal“ einen festen Platz im Vorgarten des Hauses erhalten.

Zum Abschluss trug Monika Maier, Betreuungskraft der Einrichtung, die Eselsgeschichte von Lembach vor. (red)