Vaihingen/Stuttgart. Gewissheit darüber haben weitere radiologische Messungen und Analysen des Inhalts verschafft.
Parallel zu einer ersten Messung wurde in der vergangenen Woche eine zeitaufwendige Elementanalyse auf Blei gestartet. Polonium-210 hat eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen, so dass bei einer sehr alten Probe Polonium-210 komplett zu stabilem Blei-206 zerfallen wäre. Wäre also Blei nachweisbar gewesen, wäre das ein Hinweis darauf gewesen, dass sich zu einem früheren Zeitpunkt Polonium-210 in dem Behältnis befunden haben könnte. Das nun vorliegende Ergebnis zeigt aber, dass das nicht der Fall ist, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung des Ministeriums.
Die zuvor angeordneten Untersuchungen des Behälters ließen bereits den Schluss zu, dass sich kein Polonium 210 darin befand.
„Aufgrund aller vorliegenden Ergebnisse radiologischer Messungen und Analysen ist festzuhalten, dass von dem Inhalt des Behältnisses zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch radioaktive Stoffe ausging.
Ergänzende Analysen, die beim Landeskriminalamt durchgeführt wurden, ergaben keine Hinweise auf andere gesundheitsschädliche Stoffe. Weitere Ermittlungen erfolgen durch das zuständige Polizeipräsidium“, so das Umweltministerium.
Zwei Männer hatten am Ostersonntag ein Fläschchen mit der Aufschrift Polonium 210 in einer Hecke gefunden, was einen Feuerwehr-Großeinsatz zur Folge hatte: Unter anderem waren Wehren aus Vaihingen und Umgebung, der Vaihinger Gefahrstoffzug und der Strahlenschutzzug aus Ludwigsburg im Einsatz – insgesamt rund 140 Kräfte. (red)


