Ludwigsburg. Die regelmäßige Tempo-Woche mit ihren verstärkten Kontrollen und dem Einsatz Hunderter zusätzlicher Blitzer an den baden-württembergischen Straßen dürfte eigentlich kein Geheimnis mehr sein. Und dennoch müssen auch nach dem jüngsten, breit angekündigten „Speedmarathon“ am Mittwoch Dutzende Temposünder damit rechnen, ihren Wagen zumindest für eine Weile nicht mehr nutzen zu dürfen.
Insgesamt seien am Schwerpunkttag im Rahmen der Kontrollwoche 14.831 Geschwindigkeitsverstöße (2025: 15.317) festgestellt worden, teilte das Innenministerium mit. 147 Autofahrer (2025: 273) seien so schnell unterwegs gewesen, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen. „Die Anzahl der Fahrverbote zeigt, dass sich immer noch viele Verkehrsteilnehmende nicht an die Regeln halten“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU).
Laut Ministerium überwachten 1.360 Polizistinnen und Polizisten an 532 eingerichteten Messstellen den Verkehr. Die Bußgelder für Verstöße fließen in den Gesamthaushalt der Kommune ein.
Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg finden noch bis zum 19. April vermehrt Geschwindigkeitskontrollen zur Bekämpfung einer der Hauptunfallursachen statt. Zur Erinnerung: Bei fast jedem fünften schweren Unfall im Jahr 2025 war überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich (19,7 Prozent).
Beim Speedmarathon am Donnerstag führten insgesamt 160 Polizeibeamte den ganzen Tag über an unterschiedlichen Stellen in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg (einschließlich den Autobahnabschnitten) Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei wurden sowohl automatisierte Messsysteme eingesetzt, als auch manuelle Lasermessungen mit anschließenden Fahrzeugkontrollen vorgenommen, teil das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit.
So oft ist der Führerschein weg
Insgesamt wurden über 17.000 Fahrzeuge gemessen und mehr als 1.900 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Fast 40 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker waren dabei um mehr als 40 km/h zu schnell unterwegs und müssen neben einem Bußgeld von mindestens 320 Euro noch mit einem Monat Fahrverbot rechnen. Der Spitzenreiter im negativen Sinn wurde gleich am Mittwochmorgen gegen 8.40 Uhr auf der Wildparkstraße (L1180) in Gerlingen gemessen: Statt der erlaubten 80 km/h fuhr der 35-jährige BMW-Lenker nach Abzug der Toleranz 156 km/h – und somit fast doppelt so schnell als erlaubt. Ihn erwartet nun ein Bußgeld von mindestens 700 Euro und ein dreimonatiges Fahrverbot.
Das Polizeipräsidium Ludwigsburg führt Geschwindigkeitskontrollen ganzjährig durch und nicht nur in ausgewiesenen Kontrollwochen oder Aktionstagen. Groß angelegte und überregionale Aktionen dienen ergänzend dazu, die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf das Thema „Geschwindigkeit“ zu lenken und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen der Sicherheit aller dienen, heißt es in einer Pressemitteilung. (dpa/red)
