Ingersheim. Zigarettenkippen gehören weltweit zu den am häufigsten weggeworfenen Müllsorten – und leider bleiben auch öffentliche Plätze und beliebte Spazierwege in Ingersheim davor nicht verschont, heißt es in einer Mitteilung des Ingersheimer BUND-Ortsbands. Vier Kinder – Sara, Sarah, Pauline und Dorottya – haben beschlossen, nicht tatenlos zuzusehen, sondern selbst die Initiative zu ergreifen. Unter dem Teamnamen „Kippenspürnasen“ haben sie ein handfestes Umweltprojekt ins Leben gerufen.
Schraubgläser sollen Zigarettenkippen auffangen
Im Fokus der Aktion stehen bekannte Verweilorte und Hotspots mit Spazierbänken im Ort, an denen sich erfahrungsgemäß viele Kippen auf dem Boden ansammeln. An diesen Stellen platzieren die Kinder stabile, wetterfeste Schraubgläser, versehen mit einem freundlich formulierten Begleitbrief. Mit dem Aufstellen allein ist die Arbeit der jungen Umweltschützer jedoch keineswegs getan. In festen Abständen überprüfen die vier Spürnasen die Gläser und sammeln liegengebliebenen Müll rund um die Bänke auf. Sie dokumentieren genau, wie sich die Verschmutzung der Umgebung entwickelt, heißt es in der Mitteilung weiter.
Vier Kinder kontrollieren die Sammelstellen regelmäßig
Die Kinder hoffen sehr, dass ihre Idee bei den Bürgerinnen und Bürgern auf offene Ohren stößt, das Verantwortungsbewusstsein stärkt und die Natur vor Ort spürbar sauberer bleibt. Ein vorbildlicher Einsatz, der zeigt, wie viel man schon im Kleinen für die Umwelt bewegen kann.
Initiative des BUND
Der Ingersheimer BUND-Ortsverband hat seit 2023 gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung das Projekt „Ingersheim wird kippenfrei“ gestartet. Es wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Aktionen gestartet. Das Fischerwörth-Sportgelände – ein Hotspot – sei auf einem guten Weg; die Kippen würden weniger, so der BUND. An verschiedenen Stellen im Ort sind spezielle Ascher aufgestellt, die vom Bauhof regelmäßig geleert und separat gesammelt werden. (red)



