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Delegationsreise nach Ungarn
Landkreis Ludwigsburg stärkt Partnerschaft mit dem Komitat Pest

Tamás Major, Geschäftsführer Trumpf Hungary (6. von links), hat die Delegation mit Landrat Dietmar Allgaier (7. von links) in der Südosteuropa-Zentrale des Unternehmens in Gödöllő (Komitat Pest) empfangen.
Tamás Major, Geschäftsführer Trumpf Hungary (6. von links), hat die Delegation mit Landrat Dietmar Allgaier (7. von links) in der Südosteuropa-Zentrale des Unternehmens in Gödöllő (Komitat Pest) empfangen.
Eine Delegation des Ludwigsburger Kreistags besuchte die ungarische Partnerregion Komitat Pest. Es ging unter anderem um die Zusammenarbeit beim Naturschutz.

Kreis Ludwigsburg. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen bestehen seit 1992. Im Jahr 2000 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt. Es war die erste Delegationsreise in das Komitat Pest seit 2023.

Landrat Dietmar Allgaier zog ein positives Fazit: „Unsere Partnerschaft mit dem Komitat Pest lebt vom persönlichen Austausch und vom gegenseitigen Vertrauen. Die Gespräche haben gezeigt, dass wir in vielen Bereichen gemeinsame Interessen und Ziele verfolgen – sei es in der Wirtschaft, im Natur- und Umweltschutz oder beim Austausch junger Menschen. Ich freue mich, dass wir bestehende Projekte weiterführen und gleichzeitig neue Impulse für unsere Zusammenarbeit setzen konnten. Diese Partnerschaft ist ein Gewinn für beide Kreise und soll auch künftig mit Leben gefüllt werden.“

Im Mittelpunkt des mehrtägigen Besuchs standen der persönliche Austausch mit den Partnern vor Ort, Einblicke in wirtschaftliche und ökologische Projekte sowie die Weiterentwicklung der langjährigen Zusammenarbeit.

Trumpf zeigt innovative Fertigungstechnologien

Ein Programmpunkt führte die Delegation zur Südosteuropa-Zentrale der Trumpf Hungary Kft. nach Gödöllő. Geschäftsführer Tamás Major empfing die Gäste und stellte den 2023 eröffneten Standort vor, der für Vertrieb und Service unter anderem in Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Serbien, Slowenien und der Türkei zuständig ist.

Bei der Besichtigung des Showrooms mit Demo-Fertigung erhielt die Delegation Einblicke in innovative Fertigungstechnologien. Außerdem informierte das Unternehmen, dessen Hauptsitz in Ditzingen ist, über seine Entwicklung sowie über aktuelle politische und wirtschaftliche Herausforderungen in der Region.

Kreis an Stiftung für Naturschutzgebiet Tápió beteiligt

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war der Besuch des „Hauses des Lebens“ im Naturschutzgebiet Tápió. Das rund 780 Quadratkilometer große Gebiet liegt etwa 70 Kilometer östlich von Budapest im Komitat Pest und ist für seine vielfältige Landschaft, seine artenreiche Flora und Fauna sowie als international bedeutendes Vogelbrutgebiet bekannt.

Empfangen wurde die Delegation von Lászlóné Wenhardt, Vorsitzende der Tápió-Stiftung. Die Stiftung wurde 1997 gegründet und umfasst den Verband der 19 Tápió-Gemeinden, das Komitat Pest, den Landkreis Ludwigsburg sowie die Ungarische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (MME) als Partnerorganisation des Naturschutzbundes Deutschland.

Jugendaustausch wird fortgesetzt

Gemeinsam setzen sich die Partner für den Erhalt des ökologisch wertvollen Tápió-Gebiets ein. Ein sichtbares Zeichen dieser erfolgreichen Zusammenarbeit sei das im Wechsel im Komitat Pest und im Landkreis Ludwigsburg jährlich stattfindende internationale Jugendnaturschutzcamp, das auch künftig fortgeführt werde, heißt es in einer Pressemitteilung des Ludwigsburger Landratsamtes zur Delegationsreise.

Landrat Dietmar Allgaier nutzte den Aufenthalt zudem für einen intensiven Austausch mit seinem Amtskollegen, dem Präsidenten des Komitats Pest, István Szabó, sowie dessen Stellvertreter Ádám Karácsony. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Weiterentwicklung der Partnerschaft und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. So beteiligt sich das Komitat Pest gemeinsam mit der Handwerkskammer Pest am Spätlingsmarkt im Landkreis Ludwigsburg. Zudem bekräftigten beide Seiten ihren Willen, bewährte Projekte wie das Jugendnaturschutzcamp fortzuführen und weitere gemeinsame Initiativen auf den Weg zu bringen. (red)