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Frauen erkennen Warnzeichen oft zu spät
Ludwigsburger Gesundheitsdezernat unterstützt Aktionstag zur Herzgesundheit

Das Team des Gesundheitsdezernats, das sich passend zum Aktionstag am 6. Februar in Rot gekleidet hat.
Das Team des Gesundheitsdezernats, das sich passend zum Aktionstag am 6. Februar in Rot gekleidet hat. Foto: Daniela Hermer (Landratsamt)
Alle in Rot: Die Mitarbeiter des Kreis-Gesundheitsdezernats in Ludwigsburg haben auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen aufmerksam gemacht.

Kreis Ludwigsburg. Unter dem Motto „Frauenherzen schlagen anders. Zeit zu handeln“ haben der Verein Healthcare Frauen (HCF) und die Herz-Hirn-Allianz bundesweit dazu aufgerufen, am 6. Februar Rot zu tragen, Selfies zu posten, Sichtbarkeit zu schaffen und auf diese Weise Leben zu retten. Der #GoRed-Aktionstag fand in Anlehnung an den „National Wear Red Day“ der American Heart Association statt. Mitarbeiter des Gesundheitsdezernats im Landratsamt haben die Aktion unterstützt.

Risiken werden häufig unterschätzt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache bei Frauen. In Deutschland sterben jedes Jahr rund 20.000 Frauen an einem Herzinfarkt. Trotzdem werden die Warnzeichen dafür noch immer zu spät erkannt, Risiken unterschätzt und Prävention zu selten genutzt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern sich demnach bei Frauen häufig anders als bei Männern, wodurch eine frühzeitige Erkennung zusätzlich erschwert werde. Übelkeit, Erschöpfung oder Schmerzen im Oberbauch würden nicht als Warnzeichen erkannt. Gleichzeitig würden Frauen im Notfall aufgrund von Berührungsängsten seltener reanimiert.

Öffentliches Bewusstsein stärken

„Durch unsere Teilnahme an diesem Aktionstag möchten wir das öffentliche Bewusstsein für Herzerkrankungen bei Frauen stärken. Denn Aufklärung kann Leben retten“, stellt Dr. Ulrike Rangwich-Fellendorf, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsdezernats, fest. Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung, ergänzt: „Viele Frauen unterschätzen ihr Herzinfarkt-Risiko. Symptome wirken oft harmlos und werden viel zu spät erkannt. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Frauen bei vermeintlich untypischen Symptomen auch an einen Herzinfarkt denken und sich schnellstmöglich ärztlich vorstellen.“

So wichtig sind Prävention und Früherkennung

Hierzu müssten Frauen jedoch über ihre spezifischen Herzinfarktsymptome informiert werden. Durch Öffentlichkeitskampagnen und Bildungsinitiativen, verbunden mit Früherkennungs- und Vorsorgeaktionen, sollten Frauen gezielt über Risiken informiert und ihre Gesundheitskompetenz gestärkt werden, so die Mitteilung aus dem Landratsamt.

Die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein Schwerpunktthema des Gesundheitsdezernats in diesem Jahr. In den nächsten Monaten werden weitere Veranstaltungen folgen. (red)