Marbach. Rund um Schillers Geburtstag am 10. November gibt es in seiner Geburtsstadt Marbach ein Programm mit zahlreichen Veranstaltungen – angefangen von der Schillerrede im Literaturarchiv bis zum Poetry Slam.
Schiller und sein Frauenbild
Der Auftakt zur Schillerwoche am Samstag, 7. November, um 19.30 Uhr ist eine nächtliche Genusslesung in Schillers Geburtshaus. Schiller wünschte sich eine Ehefrau, die ihm „ganz ergeben“ sei, schuf aber gleichzeitig Frauengestalten in seinen Dramen, die so stark sind, dass sie gar keinen Ehemann wollen. Was wollte Schiller? Welches Frauenbild hatte er? Birger Laing liest und spricht über Schillers Frauengestalten. Dazu werden Weine der Marbacher Weingärtner gereicht. (Anmeldung über mail@friedrich-marbach.de oder Telefon 07144-860418).
Der Schillersonntag beginnt am 8. November um 11 Uhr im Deutschen Literaturarchiv mit der Schillerrede „Ei Vater, sieh den Hut dort auf der Stange“ von Helga Schubert. Die Schriftstellerin gilt als nüchterne Chronistin des ostdeutschen Alltags, die es auf einzigartige Weise versteht, von Widerstand und der Sehnsucht nach Freiheit, von Macht und Ohnmacht zu erzählen (Anmeldung
unter direktion@dla-marbach.de).
Anschließend startet der Schillersonntag in den Literaturmuseen bei freiem Eintritt mit abwechslungsreichen Führungen (Programm
unter www.dla-marbach.de). Um 16.30 Uhr präsentiert die Hugo-Wolf-Akademie im Literaturarchiv „Liedstadt Marbach“ mit Christoph Prégardien (Tenor) und Michael Gees (Klavier) Werke von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf.
Die Marbacher Einzelhändler öffnen ab 12.30 Uhr ihre Läden in der Innenstadt und bieten zahlreiche Aktionen an. Bei einer öffentlichen Stadtführung kann man um 14 Uhr auf „Schillerspuren“ wandeln.
Am Montag, 9. November, lädt der Schillerverein um 19.30 Uhr in den Bürgersaal des Rathauses zur Lesung „Dante Alighieri – Die Göttliche Komödie“ mit Sprecher Rudolf Guckelsberger ein. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

Friedrich Schillers 267. Geburtstag am 10. November beginnt mit dem Läuten der Schillerglocke Concordia in der Alexanderkirche. Die Concordia ist eine reich verzierte Glocke, die anlässlich Schillers 100. Geburtstag 1859 in Moskau gegossen wurde.
Um 19 Uhr huldigen die Chorvereinigung Liederkranz und die Stadtkapelle-Musikverein Marbach dem Dichter vor seinem Geburtshaus in der Niklastorstraße 31 musikalisch.
Blumengruß nicht auf der Schillerhöhe
Erst am Mittwoch, 11. November, findet der Blumengruß der Grundschüler statt. Beginn ist um 14 Uhr im Schulhof der Grundschule, nicht auf der Schillerhöhe am Denkmal.
„Schiller – Ohne Gewähr“ gibt es ebenfalls am Mittwoch um 19.30 Uhr im Schlosskeller. Das Improvisationstheater „Ohne Gewähr“ stellt den Dichter in den Mittelpunkt seiner Improvisation.
Den legendären Poetry-Slam in der Schillerwoche kann man am Freitag, 13. November, um 20 Uhr in der Stadthalle erleben, wenn das Kulturamt zum Dichterwettstreit auffordert. Die Regeln sind einfach: Jeder der antretenden Poeten hat sechs Minuten Zeit, mit einem selbst verfassten Text und einer guten Performance das Publikum, das am Ende den Sieger wählt, von sich zu überzeugen.
Mit dem Theaterstück „Auch die Toten sollen leben!“, das die Theatergruppe des Leipziger Schillervereins am Samstag, 14. November, um 14 Uhr in der Stadtkirche aufführt (Eintritt frei), endet die Schillerwoche 2026.
Weitere Informationen unter www.schillerstadt-marbach.de



