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Region Stuttgart
Mehr Park+Ride-Plätze im Kreis Ludwigsburg

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Die Region Stuttgart will das Angebot an Park+Ride-Plätzen deutlich ausbauen. Vor allem der Landkreis Ludwigsburg kann davon profitieren. So werden in Remseck und Kirchheim zusätzliche Parkmöglichkeiten gefördert.

Kreis Ludwigsburg. 3,2 Millionen Euro hat der Verkehrsausschuss der Region Stuttgart am Mittwoch einstimmig für den Bau neuer Park+Ride-Plätze in der gesamten Region frei gemacht. Nach dem Beschluss des Gremiums kann Verkehrsdirektor Jörg Wurmthaler darangehen, mit den interessierten Kommunen rund 790 Plätze errichten zu lassen. Darunter sind mit jeweils 100 auch Kirchheim und Remseck. Insgesamt stehen im Landkreis schon jetzt 3555 geförderte Park+Ride-Plätze zur Verfügung. Die Kommunen erhalten eine Einnahmegarantie von 180 Euro pro Platz und bis zu 4500 Euro Förderung, wenn neu gebaut wird. Die Vereinbarungen mit Ditzingen und Kirchheim über die Integration der dort bestehenden Plätze in das System der Region stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Der Verband will damit den Umstieg vom Auto auf die S-Bahn auch in ländlicheren Gebieten erleichtern. Dieses Konzept wird jetzt weiter ausgebaut.

Remseck: Die Stadt hat bereits ihre kostenfreien Stellplätze an der Stadtbahnhaltestelle Hornbach in die regionale Förderung eingebracht, sagt Wurmthaler. Jetzt ist geplant, weitere 100 beim Hornbach-Baumarkt in unmittelbarer Nähe der zukünftigen Stadtbahnstrecke zu erstellen. Dafür ist geplant, ein Parkdeck oben draufzupacken. Wurmthaler hofft, dass die Autofahrer ab 2025 dort parken können. Die Planungen sollen, wie berichtet, im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Gebaut werden könnte dann ein Jahr später. Insgesamt könnte man auf dem Areal dann 350 Autos unterbringen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro, wovon bis zu 450000 Euro an Fördergeldern zusammenkommen könnten.

Kirchheim: Hier sollen auf dem ehemaligen Cronimet-Gelände im Zuge der städtebaulichen Neugestaltung in Bahnhofsnähe weitere 100 P+R-Stellplätze realisiert werden. Die Anlage werde für die Nutzer kostenfrei sein, kündigt Wurmthaler an. Losgehen könnte es mit dem Bau schon in diesem Jahr, eventuell aber erst 2023.

Ludwigsburg: Mit der geplanten Stadtbahn soll auch das P+R-Angebot ausgeweitet werden. Die zusätzlichen 400 Plätze, die Ludwigsburg laut Entwurfsplanung über die geplante Mobilitätsdrehscheibe im Westen der Stadt einbringen wolle, lägen aber auf Eis. Das Projekt sei aber an die Realisierung der Stadtbahn gekoppelt. „Wegen der hohen finanziellen Belastung durch den kommunalen Anteil für die Stadt Ludwigsburg wird das Projekt derzeit nicht weiterverfolgt“, so Wurmthaler.

Favoritepark: In unmittelbarer Nähe zur S-Bahn-Haltestelle Favoritepark gibt es rund 300 Pkw-Stellplätze. Auf der östlichen Seite der Gleise sind etwa 50 Stellplätze als P+R-Anlage der Stadt Ludwigsburg ausgewiesen. Östlich der Gleise ist ein landeseigener öffentlicher Parkplatz mit 250 Stellplätzen. Hinzu kommen Parkplätze vor der Hochschule und am Straßenrand. Der zuständige Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg teilte der Geschäftsstelle mit, es sei geplant, die landeseigenen Stellplätze ab 2024 durch die Parkraumbewirtschaftung Baden-Württemberg zu bewirtschaften. Zum jetzigen Zeitpunkt steht noch nicht fest, ob eine Beschränkung auf bestimmte Nutzergruppen stattfinden wird und wie hoch die Parkgebühren sein werden, heißt es in der Vorlage. Der VRS habe aber Interesse daran, Plätze für S-Bahn-Pendler einzurichten.

Marbach: In der Schillerstadt verzögert sich der Abschluss der Kooperationsvereinbarung über 62 Stellplätze, da die Konzeption über die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes aussteht.

Die Region Stuttgart will den Service für Umsteiger weiter verbessern. So ist geplant, die Verfügbarkeit von Stellplätzen etwa gängigen Navigationssystemen zur Verfügung zu stellen – in Echtzeit. Ein entsprechender Pilotversuch läuft gerade in Bondorf. Darüber hinaus soll das P+R-Angebot am Stuttgarter Flughafen ausgebaut werden. 250 Stellplätze mit einer Monatsmiete von 35 Euro für die Nutzer sind geplant.