Markgröningen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, fiel diese Entscheidung nach einer Begehung durch die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) und das Gewerbeaufsichtsamt. Demnach sind die Mängel so groß, dass sie eine Fortführung des Badebetriebs derzeit nicht zulassen.
Insbesondere entspricht die Badtechnik in wesentlichen Bereichen nicht mehr dem heutigen Stand und muss zwingend überprüft werden, da akute Gefährdungen für die Nutzer nicht ausgeschlossen
werden können. Aus diesen Gründen wurde die sofortige Schließung des Stadtbades angeordnet.
Die Mängel werden nun unter Hinzuziehung eines unabhängigen Sachverständigen eingehend geprüft, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei soll vor allem geklärt werden, welche konkreten technischen Maßnahmen erforderlich sind und unter welchen Voraussetzungen ein sicherer und ordnungsgemäßer Badebetrieb wieder aufgenommen werden könnte.
„Zum jetzigen Zeitpunkt kann leider noch keine verlässliche Aussage darüber getroffen werden, wie lange die Schließung dauern wird und welcher Aufwand für die erforderlichen Maßnahmen notwendig sein wird. Sobald belastbare Ergebnisse der sachverständigen Prüfung vorliegen, wird die Stadtverwaltung über das weitere Vorgehen informieren“, so die Mitteilung weiter.
Für die Stadtverwaltung sei diese Situation „außerordentlich bedauerlich“. Das Stadtbad sei seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil im Schul- und Vereinsleben. Umso schwerer wiege es, dass das Bad nun kurzfristig nicht mehr zur Verfügung steht. „Die Sicherheit der Badegäste und der Beschäftigten hat jedoch uneingeschränkten Vorrang. Unter den derzeitigen technischen Voraussetzungen ist ein Weiterbetrieb nicht zu verantworten und auch nicht zulässig.“
Ziel sei es, möglichst schnell Klarheit darüber zu erhalten, ob und unter welchen Voraussetzungen ein sicherer Badebetrieb wieder möglich sein könnte.
Um die Zukunft des Bades und die Frage, ob sich eine Sanierung rechnet, hatte es in der Vergangenheit heftige Debatten in Markgröningen gegeben. (red)



