Sachsenheim. Zwei herrenlose Einkaufswagen, eine ausgediente Mikrowelle und jede Menge weiterer Müll: Beim Cleanup Day des Evangelischen Lichtenstern-Gymnasiums Sachsenheim wurde mal so richtig aufgeräumt. Rund 90 Sechstklässler zogen am Montag durch das Stadtgebiet, um herumliegenden Abfall einzusammeln. Anlass für die Aktion war der World Cleanup Day, der in diesem Jahr am 20. September stattfand. Da dieser auf einen Sonntag fiel, verlegte das Lichtenstern-Gymnasium seinen eigenen Cleanup Day einen Tag nach hinten. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Sachsenheim durchgeführt.
Nach einer gemeinsamen Sicherheitsunterweisung zogen die drei sechsten Klassen in ihre Sammelbereiche. Ausgestattet mit Handschuhen, Müllzangen und Säcken machten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach dem, was andere zuvor achtlos weggeworfen hatten. Begleitet wurden sie dabei von ihren Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Oberstufe. Der gesammelte Müll wurde anschließend zurück zur Schule gebracht.
Von der Verpackung bis zur Zigarettenkippe
Wie viel dabei zusammenkam, überraschte auch die beiden Lehrkräfte Timo Schuh und Karina Damitz, die als Nachhaltigkeitsbeauftragte der Schule die Aktion organisierten. Neben den erwartbaren Verpackungen, Plastik, Glasflaschen, Dosen, Papier, Einweg-Vapes und Zigarettenkippen fanden die Schülerinnen und Schüler auch deutlich ungewöhnlichere Hinterlassenschaften – darunter eben zwei Einkaufswagen und eine Mikrowelle.
Nach dem Mittagessen wurde der gesammelte Müll auf dem Schulhof gemeinsam gesichtet und nach verschiedenen Kategorien sortiert. Zum einen wurde den Schülerinnen und Schülern dadurch visuell verdeutlicht, welche Mengen der unterschiedlichen Müllarten vor ihrem gemeinschaftlichen Einsatz im Sachsenheimer Stadtgebiet verteilt gewesen waren. Zum anderen setzten sich die Kinder auch damit auseinander, welchen Beitrag jeder Einzelne zu einer sauberen Umwelt leisten kann und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Umgebung aussieht. Gegen 15 Uhr holte der städtische Bauhof den gesammelten Müll auf dem Schulhof ab.
Am Ende blieb vor allem eine Erkenntnis: Wer einmal mit Müllzange und Sammelsack durch die eigene Stadt gezogen ist, schaut auf herumliegenden Abfall mit anderen Augen. (red)



