Bietigheim-Bissingen. Den Männern wird laut Mitteilung des Landgerichts Heilbronn vorgeworfen, am Abend des 22. November 2025 einen Mann in seiner Wohnung in Bietigheim-Bissingen mit einem Messer bedroht und so die Herausgabe von Wertgegenständen erzwungen zu haben. Der jüngere der beiden Angeklagten – er ist Jahrgang 2007 – soll außerhalb der Wohnung Schmiere gestanden haben.
Auf das Opfer eingestochen
Der zweite, ein Jahr ältere Angeklagte, soll mehrfach auf das Opfer mit dem Messer eingestochen und dabei lebensgefährliche Verletzungen billigend in Kauf genommen haben. Der Mann erlitt eine Stichverletzung am Becken und Schnittwunden an Kopf, Oberarmen und der Hand. Es sei einzig dem Zufall geschuldet, dass die Verletzungen nicht akut lebensbedrohlich waren, so das Landgericht in der Prozessvorschau.
Mit zerbrochener Flasche zugeschlagen
Den Angeklagten werden noch weitere Taten vorgeworfen. So sollen sie in der Nacht vom 22. auf den 23. August 2025 auf dem Marktplatz in Vaihingen/Enz zusammen auf einen Mann mit den Fäusten eingeschlagen haben. Der ältere Angeklagte soll zuvor bereits mehrfach mit einer zerbrochenen Flasche auf den Kopf des Geschädigten geschlagen und in Richtung seines Bauches gestochen haben.
Weiter soll der Angeklagte am frühen Morgen des 5. Oktober 2025 auf dem Schlossplatz in Stuttgart an einer Schlägerei beteiligt gewesen sein, wobei er eine zerbrochene Flasche auf den Kopf eines am Boden Liegenden geschlagen und mit dem Fuß nach ihm getreten haben soll.
Beide Angeklagten sitzen in U-Haft
Am Abend des 14. November vergangenen Jahres soll der jüngere Angeklagte gemeinsam mit zwei weiteren Personen in Vaihingen/Enz die Herausgabe seines Geldbeutels erpresst haben. Als sie den erhalten hatten, soll das Trio sein Opfer geschlagen und getreten haben.
Beide Angeklagten befinden sich seit dem 4. Dezember in Untersuchungshaft. Der Prozess beginnt am 29. Juni, insgesamt sind bislang neun Verhandlungstage terminiert.
