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Schnitzel, Apfelstrudel und Co.
Ein Blick ins Kochbuch der Wiener: Rezepte aus Österreich

Nach der österreichischen Hauptstadt ist sogar eine Küche benannt: In der Wiener Küche ist für jeden Geschmack etwas dabei.  Foto: mRGB/stock.adobe.com
Nach der österreichischen Hauptstadt ist sogar eine Küche benannt: In der Wiener Küche ist für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: mRGB/stock.adobe.com
Egal ob für Naschkatzen oder Fleischliebhaber: Die Wiener Küche hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Ludwigsburg. Wien ist nicht nur eine wunderschöne Stadt und immer eine Reise wert. Sie ist auch die einzige Hauptstadt, nach der eine Küche benannt ist. Und die Wiener Küche hat einiges zu bieten. Was fällt ihnen dabei zuerst ein? Klassiker wie Wiener Schnitzel und Tafelspitz? Oder sind Sie eher Team Süßspeise und Ihnen läuft bei Kaiserschmarren und Apfelstrudel das Wasser im Mund zusammen?

Von der Attraktivität der Stadt Wien hat sich am vergangenen Wochenende auch eine Gruppe von Stadträten und Vertretern der Stadtverwaltung Ludwigsburg überzeugt. Bei der Infofahrt in die österreichische Hauptstadt ging es hauptsächlich um die Themen Wohnen und Stadtentwicklung.

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Aber natürlich blieb zwischen Vorträgen und Stadtführungen auch die ein oder andere Möglichkeit, sich im Kaffeehaus, Heurigen oder Restaurant von den Köstlichkeiten Wiens zu überzeugen.

Und auch die Redaktion hat sich von Wien inspirieren lassen. Wir haben in dem ein oder anderen Kochbuch geblättert und uns im Internet über die Wiener Küche informiert. Hunger bekommt man da allemal.

Als ganzes Menü oder jedes Gericht einzeln?

Haben Sie jetzt auch Lust, Wien kulinarisch zu entdecken? Dann nichts wie los in die Küche. Wir haben Ihnen ein Menü zusammengestellt, doch die Gerichte können auch einzeln zum Genuss werden.

Wie wäre es zur Vorspeise mit einer Erdäpfelsuppe? Die Kartoffeln werden dazu fein gewürfelt. Nur ein Teil wird püriert, der andere Teil sorgt für etwas zum Beißen in der Suppe. Das Tolle daran: Wer Fleisch mag, verwendet Rinderbrühe und Frühstücksspeck. Wer das nicht möchte, kann Gemüsebrühe nutzen und auf den Speck verzichten. Je nach Geschmack kann die Suppe also angepasst werden.

Dieser Wiener Klassiker ist weltberühmt

Das Wiener Schnitzel ist das österreichische Nationalgericht. Das zarte Stück Kalbfleisch, das goldgelb paniert und angebraten wird, ist weltberühmt. Bereits seit dem 18. Jahrhundert stehen Schnitzel-Rezepte in den Kochbüchern Wiens. Und es ist ganz klar: Jeder hat da so sein eigenes Rezept. Aber eines ist besonders wichtig: Echte Wiener Schnitzel dürfen nicht in der Fritteuse herausgebacken werden, sondern in der Pfanne – am besten mit Butterschmalz für den so typischen nussigen Geschmack.

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Darf es jetzt noch etwas Süßes sein? Apfelstrudel gibt es in Wien an jeder Ecke – ob mit Vanillesoße, -eis oder Schlagobers, wie die Österreicher Schlagsahne nennen. Die süße Köstlichkeit kann man als Hauptspeise, als Nachspeise oder einfach zwischendurch essen. Wer weniger Zeit hat, nutzt fertigen Strudelteig. Wer in der Küche etwas geübter ist, kann diesen auch selbst herstellen. Am besten ist es, eher trockene Äpfel zu verwenden. Dann bleibt der Strudel auch schön knusprig.

Info: Die Rezepte sind von der Internetseite www.wien.info

Rezept: Wiener Erdäpfelsuppe

Foto: Magdalena Kucova/stock.adobe.com
Foto: Magdalena Kucova/stock.adobe.com

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 1,5 Liter Rindsuppe
  • 300 g Erdäpfel
  • 100 g Pilze
  • 50 g Frühstücksspeck
  • 50 g Zwiebeln, gehackt
  • 120 g Wurzelgemüse
  • 4 EL Butterschmalz
  • 1 EL Mehl
  • 125 ml Schlagobers
  • 1 Lorbeerblatt
  • Majoran
  • Kümmel, gemahlen
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • Pfeffer und Salz
  • Schuss Weißwein
  • Schnittlauch (zum Bestreuen)

Zubereitung:

Erdäpfel und Wurzelgemüse in etwa 1 cm große Würfel schneiden und im Verhältnis 1:2 aufteilen. Pilze mit einem feuchten Tuch oder Schwamm putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

In einer Kasserolle Butterschmalz erhitzen und gehackte Zwiebeln darin hell anschwitzen. Ein Drittel des Gemüses und der Erdäpfel sowie einen Teil der Pilze zugeben und kurz durchrösten. Mit Mehl stauben und einem Schuss Weißwein ablöschen. Mit etwa 1,25 Liter Rindsuppe aufgießen und glatt rühren. Aufkochen lassen und mit Majoran, Lorbeerblatt, Kümmel, zerdrücktem Knoblauch, Pfeffer und Salz würzen.

Etwa 10 Minuten kochen lassen. Lorbeerblatt entfernen, Suppe pürieren und abseihen. Restliches Gemüse und Erdäpfel in der zurückbehaltenen Rindsuppe etwa 10 bis 15 Minuten weich dünsten. In einer Pfanne den Speck auslassen und die Pilzköpfe darin anrösten. Nun Pilze, Gemüse und Erdäpfel unter die Suppe mengen.

Schlagobers einrühren und kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In Suppenteller füllen und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen.

Rezept: Wiener Schnitzel

Foto: myviewpoint/stock.adobe.com
Foto: myviewpoint/stock.adobe.com

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 Scheiben Kalbsrücken
  • 4 Eier
  • 200 g Semmelbrösel
  • 100 g Mehl
  • 300 ml Butterschmalz
  • 100 ml Pflanzenöl
  • Salz
  • Zitronenscheiben (als Garnitur)
  • Petersilie (als Garnitur)

Zubereitung:

Schnitzel auf eine Stärke von etwa 2 bis 4 mm klopfen und beidseitig salzen. In einem flachen Teller die Eier mit einer Gabel nur kurz verrühren. Fleisch zunächst in Mehl wenden, dann in verschlagenem Ei und zuletzt in den Bröseln wälzen.

In einer großen Pfanne Butterschmalz und Öl erhitzen und die Schnitzel einlegen. Goldbraun backen, wenden und abermals goldbraun ausbacken. Herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Petersilie im verbliebenen Fett ebenfalls frittieren und abtropfen lassen. Wiener Schnitzel auf Tellern anrichten und mit Petersilie sowie Zitronenscheiben garnieren.

Rezept: Apfelstrudel

Foto: HLPhoto/stock.adobe.com
Foto: HLPhoto/stock.adobe.com

Zutaten:

  • Strudelteig
  • 1,5 kg Äpfel
  • Saft einer Zitrone
  • 60 g Rosinen (in Rum eingelegt)
  • 200 g Butter
  • 100 g Kristallzucker
  • 2 EL Vanillezucker
  • 100 g Biskuitbrösel
  • 1 Prise Zimt
  • Butter
  • Staubzucker
  • 1 Ei

Zubereitung:

Äpfel schälen, entkernen und in hauchdünne Scheibchen schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln. In einer Schüssel mit Rosinen und 2 EL Zucker sowie 1 EL Vanillezucker vermischen.

Den ausgezogenen Strudelteig mit der Hälfte der zerlassenen Butter bestreichen, in der restlichen Butter die Brösel anrösten. Butterbrösel, restlichen Zucker sowie Vanillezucker und Zimt vermischen und Strudel damit bestreuen.

Die Apfelmischung gleichmäßig darauf verteilen und den Strudel mit Hilfe des Tuches einrollen. Enden gut verschließen. Strudel mit der Teignaht nach unten auf ein gefettetes Backblech gleiten lassen.

Mit zerlassener Butter oder verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 30 bis 40 Minuten backen.

Den Apfelstrudel leicht abkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.