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125 Jahre Eingemeindung
Entdeckertour durchs Dorf: Ganz Eglosheim ist auf den Beinen

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350_0900_115229_.jpg Foto: Janna Werner
Vor 125 Jahren riss der Plan Ludwigsburgs, sich das über 1000 Jahre ältere Eglosheim einzuverleiben, tiefe Gräben im Dorf. Am Sonntag wird aber groß gefeiert.

Ludwigsburg. Es war die Jahrhundertwende, als die schnell wachsende Stadt Ludwigsburg die „Einverleibung Eglosheims zur Vorstadt Ludwigsburgs“ anstrebte. Im – durchaus großen – Dorf brach heftiger Unmut aus, der Streit ging häufig quer durch alle Familien. Die Bauern fürchteten um ihr Land und ihre Existenz, die Bürger wollten die versprochene Infrastruktur mit Wasser, Gas und Abwasser neben anderen Annehmlichkeiten. Die Eglosheimer stimmten ab, am Ende waren es 175 Ja-Stimmen: Am 31. Mai 1901 wurde der Vertrag, diesmal salomonischer zur Eingemeindung, unterschrieben und im Dezember desselben Jahres der Bürgerverein Eglosheim gegründet, um gegenüber den Großkopfeten in der Stadt nicht unterzugehen.

125 Jahre später wird gefeiert

Der heutige Bürgerverein, der dann im Dezember noch einmal separat 125-Jähriges feiern könnte, ist einer von 18 Vereinen und Institutionen, die am kommenden Sonntag, 27. September, im weiter bevölkerungsreichsten Stadtteil Ludwigsburgs die Eingemeindung feiern. Das habe Tradition im Stadtteil, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins, Carolin Völlm: „Das ist ein Zeichen für den Zusammenhalt und das aktive Vereinsleben, das den Stadtteil bis heute prägt.“

Sechs Kilometer lang ist der Rundweg, der über die historische Innenstadt – rund um Rathaus, Katharinenkirche, Gemeindehaus, Backhaus und Bauerngarten – in großem Bogen gen Westen, im Süden bis zum Mäurach und im Osten bis zum TSV Ludwigsburg und dem Stadtteilzentrum Eglosheim führt. Wo es Gulasch, Waffeln, Edelbrand, Kutteln, Hotdogs oder Rosenküchle gibt, kann jeder auf der Wanderung herausfinden.

An 18 Stationen geht die Entdeckertour entlang.
An 18 Stationen geht die Entdeckertour entlang. Foto: Bürgerverein Eglosheim (Karte)

Viel Programm auf 18 Stationen

Und die Beteiligten haben sich viel einfallen lassen: Von 11 bis 17 Uhr gibt es an allen Stationen verschiedene Speisen und Getränke, Spiele, Sport, Wissenswertes oder Musik. Im Rathaus führt der Historische Verein durch seine erst verlängerte Ausstellung „Weggschmissa wird nix“, nebenan kann beim Musikverein dem Jugendorchester des Musikvereins gelauscht werden. Im Gemeindehaus Fischbrunnenstraße lockt das Spielecafé, die wunderbar spätgotische Katharinenkirche ist geöffnet. Am Kelterplatz zeigt die Feuerwehr ihre Geräte. Der Backhausverein liefert in der Hans-Römer-Straße frisches Brot, fast gegenüber hat der Obst- und Gartenbauverein im Bauerngarten die Bar aufgebaut.

Einen längeren Weg gibt es zu den Landfrauen mit ihren Outdoorspielen beim Bauernhof Hirschmann, weit nach Westen führt der Weg bis zur katholischen Kirchengemeinde St. Thomas und Johannes. Ganz Fitte dürfen oben im Glockenturm die Glocke schlagen. Im großen Bogen führt der Weg zum SKV Eglosheim in den Junkerleswiesen, Sportliche üben sich hier in Padel und Tennis. Im Mäurach warten die Schützen auf Gäste, die Bogen oder Luftgewehr ausprobieren möchten. Ein Stück weiter Richtung Osten gibt es Sekt und Aperitifs beim Bürgerverein im Garten gegenüber von Holzbau Link. Hockey gibt es beim TSV Ludwigsburg in der Bönnigheimer Straße. Im Stadtteilzentrum in der Karl-Massa-Straße ist das Glücksrad aufgebaut, das Kreativteam ist aktiv.

Info: Mehr Details auf der Webpage des Bürgervereins.

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