Ludwigsburg. Großer Erfolg für das Produktions-Team der Filmakademie-Serie „All In“: Die achtteilige Mumblecore-Serie von Daniel Popat (Schauspiel und Regie), Marco Hülser (Regie), Lukas Lankisch (Producer), Markus Ott (Bildgestaltung), Dominik Matzka (Musik), Perschya Chehrazi und Philipp Grzemba (Sounddesign), Lukas Reiter und Till Kauffer (Ton) sowie Christoph Hans (Editor) ist auf Anhieb in die ARD Mediathek aufgenommen worden. Damit ist die Mini-Serie, die komplett an der Filmakademie Baden-Württemberg (FABW) entstand, Teil der aktuellen Serienoffensive der ARD Degeto. „All In“ wird zunächst am 19. März, um 21.45 Uhr im TV-Programm One einem breiten Fernsehpublikum vorgestellt und startet dann ab dem 20. März on Demand in der Mediathek.
Automatenzocker geraten immer tiefer in den Schlamassel
„All In“ erzählt die tragikomische Geschichte der beiden erfolglosen Automatenzocker Jamu und Uwe: Sie haben nichts zu verlieren, nehmen sich, was sie brauchen und ziehen einander so immer tiefer in den Schlamassel. Jamu kommt aus Indien und kämpft darum, nicht abgeschoben zu werden. Uwe kommt aus Deutschland. Er ist ein Egoist, dem alle Mittel recht sind, um seine Ziele zu erreichen. Die Beiden gehen durch dick und dünn. Mal kämpfen sie füreinander und mal gegeneinander. Die Serie spielt mit Vorurteilen, Klischees und Zuordnungen und will auf ironische Art auf ein Schubladendenken aufmerksam machen, das immer noch tief in der Gesellschaft verankert ist.
Improvisation mit Laiendarstellern
Das junge Regieduo Daniel Popat und Marco Hülser inszenierten „All In“ im sogenannten Mumblecore-Stil. Dieses aus den USA stammende Independent-Genre setzt gezielt auf Improvisation mit Laiendarstellern und damit auf unmittelbare Alltagsnähe. In den Hauptrollen spielen Daniel Popat und Heiko Pinkowski zwei grandios gegensätzliche Charaktere, die einander mit Verve in die Abwärtsspirale begleiten.
„Schnell, laut, unbequem, provokant, aber vor allem immer lustig und echt“, so beschreiben Daniel Popat und Marco Hülser ihr Projekt. „Wir haben uns den sensiblen Themen, die wir bei „All In“ ansprechen, hauptsächlich durch Improvisationen genähert. Die Diskussionen darüber, was man zeigt und wie man es darstellen kann, haben dann erst während der Schnittarbeiten stattgefunden. So wurden teilweise 60 Minuten Improvisationen auf 30 Sekunden zusammengekürzt.“
Underdogs aus dem Ludwigsburger Nachtleben
Die Produktion von „All In“ entstand komplett in studentischem Rahmen an der FABW, gedreht wurde in Ludwigsburg und Umgebung. Inspiration für die Geschichte rund um die beiden Underdogs fand das studentische Team im Ludwigsburger Nachtleben: Hier lernten sie Menschen kennen, die mit den Studierenden ihre Lebensgeschichte teilten. Darüber hinaus fanden auch die Dreharbeiten an den Locations statt, die das Team auf die Idee für „All In“ gebracht hatten.
Die Serienoffensive der ARD Degeto startet im März und April und verspricht Serienangebote für jeden Geschmack und für alle Altersgruppen. Vier weitere Serien befinden sich derzeit in Vorbereitung, die das Angebot der ARD Mediathek bereichern sollen. An zwei dieser Projekte wirken auch Alumni der FABW mit: Oliver Keidel (Drehbuch / „Muspilli“) und Svenja Baumgärtner (Montage / „Die Plegionärin“).
Hohes Tempo, junges Team
Gerade die Mediathek ist für Christoph Pellander, Redaktionsleiter ARD Degeto und ebenfalls Alumnus der FABW, die ideale Plattform, um jüngere Zielgruppen zu erreichen und dauerhaft für das ARD-Angebot zu begeistern. „All In“ passt damit laut Pellander perfekt zu dieser Plattform: Die Serie sei „ein unglaublich witziges Mumblecore, dessen schräge Figuren einem durch ihre Unbekümmertheit und Spontaneität schnell ans Herz wachsen. Hohes Tempo und schwarzer Humor garantieren beste Unterhaltung. Es ist stark, was dieses junge Team auf die Beine gestellt hat. Ich bin sicher: Insbesondere das junge Mediathek-Publikum wird „All In“ lieben!“



