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Pressefreiheit
LKZ beteiligt sich am Tag des Lokaljournalismus: Seien Sie dabei

Auch in Deutschland sind zunehmend Journalisten Anfeinduungen ausgesetzt.
Auch in Deutschland sind zunehmend Journalisten Anfeinduungen ausgesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa
Diese Woche steht ganz im Zeichen der Pressefreiheit. Auch die LKZ beteiligt sich am Tag des Lokaljournalismus. Sie können dabei sein.

Ludwigsburg. Weltweit hat sich die Situation für Journalistinnen und Journalisten erneut verschlechtert: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (RSF) fällt mehr als die Hälfte aller Länder in die beiden schlechtesten Kategorien „schwierig“ und „sehr ernst“. Besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich für Medienschaffende verschlechtert, Journalismus wird weltweit immer häufiger kriminalisiert. Auch in demokratischen Ländern wird das Recht der Bürger auf Information zunehmend beschnitten.

Schwätzt mit uns

Aus diesem Grund findet vom 3. bis 9. Mai die Woche der Pressefreiheit statt. Auch die Ludwigsburger Kreiszeitung mit dem Neckar- und Enz-Boten beteiligt sich am Tag des Lokaljournalismus – und Sie können teilnehmen. Unter dem Motto „Schwätzt mit uns“ haben Sie die Gelegenheit, mit Mitgliedern der Chefredaktion, mit Autorinnen und Autoren, Editorinnen sowie mit der Politik- und Sportredaktion ins Gespräch zu kommen. Wie entstehen Zeitung und Website? Nach welchen Kriterien werden Themen ausgewählt? Und wer sind die Menschen hinter den Inhalten? Besuchen Sie uns im Verlagshaus in der Körnerstraße und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen.

Wie kann ich dabei sein?

Es gibt an diesem Tag zwei Zeitfenster: von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Wer dabei sein möchte, füllt das Anmeldeformular auf veranstaltungen.lkz.de/impulse-digital/tag-des-lokaljournalismus aus. Sie können sich aber auch im Redaktionssekretariat unter (07141) 130240 melden oder eine E-Mail an redaktion@lkz.de schreiben. Wir können jeweils bis zu 40 Leserinnen und Leser zum Gespräch empfangen.

Deutschland fällt zurück

Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 Platz 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist vor allem, dass Journalisten auf der Straße und im Netz wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind. „Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren. Auch wenn wir den Niedergang der Pressefreiheit seit einem Vierteljahrhundert dokumentieren, bleibt dieser Befund dramatisch“, sagt Christian Mihr, Geschäftsführer für Politik und Strategie bei Reporter ohne Grenzen.

Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren.
Nur noch einer von 100 Menschen weltweit kann sich durch eine vielfältige, gesunde Medienlandschaft informieren. Foto: Reporter ohne Grenzen e.V.

„Dass Deutschland erneut Plätze verliert, ist auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas. Gerade bei der Berichterstattung über rechtsextreme Milieus oder den Krieg in Gaza berichten viele Journalist*innen von starkem Druck, hitzigen Debatten und der Sorge, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.“

500 Medienschaffende in Haft

Weltweit werden Reporter weiterhin wegen ihrer Arbeit getötet und inhaftiert. Fast 500 Medienschaffende sind derzeit in Haft. Doch Druck und Einschränkungen wirken zunehmend auch durch Gesetze, die gezielt gegen die Presse eingesetzt werden, durch eine geschwächte Medienwirtschaft und einen feindseligen politischen Diskurs gegenüber dem Journalismus.

Die Situation der Pressefreiheit in Deutschland

Deutschland war bereits im Jahr 2025 wieder aus der Liste der besten Zehn gerutscht. Auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit hat das Land erneut Plätze verloren und steht nun auf Rang 14. Journalisten sind auch hierzulande von steigender Polarisierung, Hass und Diffamierung - gerade im Internet - betroffen und kämpfen mit einem Verlust an Glaubwürdigkeit und Vertrauen.

Kriege, bewaffnete Auseinandersetzungen - und Trump

In mehreren Ländern sind Kriege und bewaffnete Konflikte maßgeblich für den Niedergang der Pressefreiheit verantwortlich. Israel (116) fällt vor allem wegen des unerbittlich geführten Gaza-Krieges um vier Plätze. Seit Oktober 2023 wurden in Gaza mehr als 220 Journalist*innen durch Angriffe der israelischen Armee getötet, darunter mindestens 70 bei der Ausübung ihrer Arbeit. Die Palästinensischen Gebiete stehen auf Rang 156. Die Auswirkungen von bewaffneten Konflikten auf die Sicherheit von Journalisten sind auch in Ländern wie dem Sudan(161), im Irak(162) und im Jemen(164) spürbar.

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