Ludwigsburg. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Townhall-Termin in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) die Bedeutung des Lokaljournalismus unterstrichen. „Lokalzeitungen sind und bleiben wichtig“, sagte Merz im Kulturhaus der Stadt, wo er am Donnerstag Fragen von etwa 250 Bürgerinnen und Bürgern beantwortete. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) trat nach dem Kanzler ebenfalls auf die Bühne. Der Termin fand anlässlich des Tages des Lokaljournalismus am 5. Mai statt.
„Schwätzt mit uns“
Auch die Ludwigsburger Kreiszeitung mit dem Neckar- und Enz-Boten beteiligt sich am Tag des Lokaljournalismus – und Sie können teilnehmen. Unter dem Motto „Schwätzt mit uns“ haben Sie die Gelegenheit, mit Mitgliedern der Chefredaktion, mit Autorinnen und Autoren, Editorinnen sowie mit der Politik- und Sportredaktion ins Gespräch zu kommen. Wie entstehen Zeitung und Website? Nach welchen Kriterien werden Themen ausgewählt? Und wer sind die Menschen hinter den Inhalten? Besuchen Sie uns im Verlagshaus in der Körnerstraße und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen.
Wie kann ich dabei sein?
Es gibt an diesem Tag zwei Zeitfenster: von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Wer dabei sein möchte, füllt das Anmeldeformular auf veranstaltungen.lkz.de/impulse-digital/tag-des-lokaljournalismus aus. Sie können sich aber auch im Redaktionssekretariat unter (07141) 130240 melden oder eine E-Mail an redaktion@lkz.de schreiben. Wir können jeweils bis zu 40 Leserinnen und Leser zum Gespräch empfangen.
Der Tag des Lokaljournalismus wird von einem Netzwerk aus Partnern und Medienhäusern mit zahlreichen Aktionen begangen - insbesondere mit Formaten, die den unmittelbaren Austausch zwischen Redaktionen und Publikum stärken. Mit seinem Besuch in Salzwedel setzte der Kanzler ein Zeichen für unabhängigen Journalismus vor Ort.
Hoher Stellenwert
Merz betonte den Stellenwert der Lokalzeitung, die „bei den meisten Bürgerinnen und Bürgern auf dem Küchentisch, auf dem Wohnzimmertisch und dem Esstisch liegt - bei mir zu Hause auch.“ Es sei die Lokalzeitung, die „über das örtliche Geschehen am zuverlässigsten“ informiere, so der Kanzler.
Die Verantwortung für eine erfolgreiche Zukunft von Verlagen und Lokalmedien sieht Merz nicht allein bei der Politik. „Alles, was wir diskutieren, um zu helfen, kann nicht die Selbstbehauptung im Markt ersetzen“, sagte der Kanzler über mögliche Medienförderungen. Aber er betonte auch: „Insofern kann es immer nur ein Anschub sein, eine Hilfe sein.“
Abseits der Zentren
Salzwedel wurde bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt. Die Stadt gilt als eine der am weitesten von Autobahnanschlüssen entfernten Kommunen Deutschlands und steht damit exemplarisch für Orte abseits der großen Zentren - und für Lebensrealitäten, die in bundesweiten Debatten zum Teil wenig Sichtbarkeit genießen.
Im Anschluss an Bundeskanzler Merz stellte sich auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) den Fragen des Publikums. „Ich halte lokale Medien, gerade lokale Zeitungen, für enorm wichtig.“ Er komme aus einem Ort mit 350 Einwohnern, da sei die Lokalzeitung oft das einzige Medium, das berichte. „Das Lokale können nur die lokalen Medien“, betonte Schulze.
Mit dem Aktionstag machen Lokaljournalistinnen und Lokaljournalisten aus verschiedenen Medienhäusern auf die Bedeutung einer Berichterstattung aufmerksam, die vor Ort verankert ist - nah an den Menschen, verlässlich, eingeordnet und geprüft.


