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Fuchshofstraße

Verkehr in der Ludwigsburger Oststadt: Anwohner ärgern sich über Dauerparker

Die Fuchshofstraße zwischen Oststraße und Niedersachsenstraße hat sich zu einem Eldorado für Dauerparker entwickelt. Wer die dort abgestellten Wohnmobile, Wohnwagen, Anhänger und Lieferwagen zählen will, gerät schnell in den mittleren bis hohen zweistelligen Bereich. Ist das Parken zulässig? Und falls nicht, was unternimmt die Ludwigsburger Stadtverwaltung dagegen?

Abgestellte Wohnmobile, Anhänger und Lieferwagen prägen das Bild der Fuchshofstraße – zum Ärger der Anwohner. Foto: Holm Wolschendorf
Abgestellte Wohnmobile, Anhänger und Lieferwagen prägen das Bild der Fuchshofstraße – zum Ärger der Anwohner. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Ein Leser hat sich an unsere Redaktion gewandt und sich über die Parksituation im Bereich der Sportanlagen beklagt, wo auch die Fuchshofschule gebaut wird. Er moniert, dass die kostenfreien Parkplätze dort von Dauerparkern beansprucht werden.

Einige Fahrzeuge, er meint insbesondere Anhänger mit Überbreite, ragen sogar gefährlich weit in die Fahrbahn hinein. Er moniert auch, dass dort viele Fahrzeuge und Anhänger abgestellt sind, die für gewerbliche Zwecke genutzt werden.

Immer wieder gefährliche Situationen

Auch im Einmündungsbereich von Straßen werde unzulässig geparkt und der vorgeschriebene Mindestabstand von sieben Metern nicht eingehalten. „Im Begegnungsverkehr von Autos, aber auch im Radverkehr kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen“, so der Anwohner aus der Oststadt. Er habe sich schon einige Male an das städtische Ordnungsamt gewandt, aber den Eindruck, dass nicht viel passierte. „Es tut sich einfach nichts, das finde ich schade“, so der Oststadtbewohner.

Nun, gegen angemeldete Fahrzeuge, wie Wohnmobile, scheint es keine Handhabe zu geben. Weil in dem erwähnten Bereich der Fuchshofstraße das Parken zeitlich nicht begrenzt ist, stelle das dauerhafte Parken grundsätzlich keine Ordnungswidrigkeit dar, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Sogar Lkw dürfen dort parken. Allerdings gelten hierfür nach Auskunft der Stadt zwei Einschränkungen: Das zulässige Gesamtgewicht darf 3,5 Tonnen nicht übersteigen oder es muss sich um Anlieger handeln.

Für das Abstellen von Anhängern gelten Fristen

Ganz anders sieht es mit den Anhängern aus: „Hier sind bestimmte Fristen einzuhalten“, so die Stadt. Anhänger, die allein, also ohne Zugfahrzeug, abgestellt werden, dürfen nicht länger als zwei Wochen auf öffentlichen Flächen stehen ohne bewegt zu werden. Das ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt.

Um diese Frist zu durchbrechen, reicht es keineswegs aus, den Anhänger ein Stück zu versetzen. „Die Zwei-Wochen-Frist ist nur dann wirksam unterbrochen, wenn eine reelle Chance besteht, dass andere Fahrzeuge auf dem bisher genutzten Parkplatz abgestellt werden können“, so die Auskunft. Das bedeutet, dass der Parkplatz geräumt werden muss. Ob der Anhänger wirklich bewegt wurde, das können die Mitarbeiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung nur aufgrund „bestimmter Merkmale“ feststellen, so die Stadt weiter. Gemeint ist damit unter anderem die Position der Ventile an den Reifen, die dokumentiert werden kann.

Stadt verweist auf regelmäßige Kontrollen

Der Städtische Vollzugsdienst führe regelmäßige Kontrollen sowohl auf der Fuchshofstraße als auch auf den umliegenden Straßen durch. Ordnungswidrigkeiten würden kostenpflichtig zur Anzeige gebracht, heißt es recht unverbindlich.

„Es wird viel geredet, aber nichts passiert“, hat der LKZ-Leser aus der Oststadt den Eindruck, dass es angesichts der Präsenz des Ordnungsamtes in diesem Bereich durchaus Luft nach oben gibt.

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