Bietigheim-Bissingen. Mit dem Gesellenbrief in der Hand beginnt für 156 junge Menschen im Landkreis Ludwigsburg ein neuer Lebensabschnitt. Bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Ludwigsburg im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen wurden laut einer Mitteilung 30 Frauen und 126 Männer nach erfolgreicher Ausbildung offiziell in die Gesellenzeit verabschiedet. Gemeinsam mit Familien, Freunden und Ausbildern feierten sie den Abschluss ihrer Lehrjahre.
Kreishandwerksmeister Albrecht Lang hob die Bedeutung des Handwerks in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervor. Während in Teilen der Industrie die Ausbildungszahlen zurückgehen, biete das Handwerk jungen Menschen weiter stabile Perspektiven. „Bleiben Sie dem Handwerk treu“, appellierte Lang an die Absolventinnen und Absolventen. Gleichzeitig brauche es verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, damit Betriebe sicher planen und ausbilden könnten.
Im Mittelpunkt standen die Leistungen der Nachwuchshandwerker. Geschäftsführerin Nicole Ackermann machte deutlich, dass Erfolg selten geradlinig verläuft: „Nicht alles muss perfekt beginnen – aber es darf gut werden.“ Ausbildung bedeute vor allem, Erfahrungen zu sammeln, an Herausforderungen zu wachsen und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Besonders ausgezeichnet wurden der Mitteilung zufolge 45 Gesellinnen und Gesellen, die ihre Prüfung mit der Note „gut“ bestanden. Die Sattlerin Anna Wist erhielt für die Bestnote „sehr gut“ eine besondere Ehrung. Ackermann dankte den Ausbildungsbetrieben, Berufsschulen sowie den Familien, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet haben.
Für die Absolventen sprach Simon Noz, frisch gebackener Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Rückblickend sei weit mehr vermittelt worden als fachliches Wissen: Verantwortung, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen gehörten ebenso dazu. Mit einem Augenzwinkern blickte er nach vorn. „Der Welpenschutz ist vorbei.“ Gleichzeitig sei der erlernte Beruf ein solides Fundament für die Zukunft.



