Reiten
Bietigheim-Bissingen | 31. August 2017

Plattform für Routiniers und talentierte Reiter

Nach einem Jahr Pause kehrt Bietigheim-Bissingen in die Qualifikationsserie zum BW-Bank-Hallenchampionat zurück. Dies schlägt sich beim Pferdemarkt-Reitturnier in deutlich höheren Meldezahlen nieder.

Reiten unterm Viadukt: Drei Tage bietet das Pferdemarktturnier ein volles Programm.Foto: Baumann
Reiten unterm Viadukt: Drei Tage bietet das Pferdemarktturnier ein volles Programm.Foto: Baumann

Gabriele Hubl, zuständig beim RV Bietigheim-Bissingen für die Öffentlichkeitsarbeit, kann stolz auf erfreuliche Zahlen verweisen. 526 Pferde werden in der Meldeliste aufgeführt, im vergangenen Jahr waren es nur 424. Die Zahl der teilnehmenden Sportler ist von 68 auf 93 gestiegen. Unterm Strich wollen sie laut Statistik 702 Starts auf dem Parcours unterm Viadukt absolvieren, deutlich mehr als 2016 (565).

Positiv hat sich ausgewirkt, dass Bietigheim-Bissingen wieder als eine der vier Stationen der Qualifikation zum BW-Bank-Hallenchampionat ausgewählt worden ist.

Vor dem Pferdemarktturnier konnten Baden-Württembergs Asse bereits bei den Ichenheim Classics (17. Juni) und beim Fest der Pferde auf den Immenhöfen (29. Juli) Punkte sammeln. Die letzte Gelegenheit bietet sich am 7. Oktober im Reitsportzentrum Hohenzollern. Die 25 Punktbesten dürfen ihre Pferde dann beim Finale in der Stuttgarter Schleyerhalle satteln (15. bis 19. November).

Die Stadt Bietigheim-Bissingen, Hauptsponsor des Events, hat dem Verein geholfen, beste Voraussetzungen zu schaffen. „Wir haben jetzt einen professionellen Abreitplatz“, hebt Gabriele Hubl hervor. Auf dem neuen Sandareal können die Reiter ihre Vierbeiner optimal aufwärmen und locker machen. Damit ist der Veranstalter für den Fall gewappnet, dass es zum Wochenende hin zwischendurch auch mal regnen und der Untergrund im Ellental aufgeweicht werden sollte.

Zum Abschluss am Sonntag geht es ab 16 Uhr um den Großen Preis der Stadt Bietigheim-Bissingen, das absolute Highlight des dreitägigen Pferde-Festivals. Titelverteidiger Günter Treiber (RV Eppelheim), dem 2016 mit Buddy Holly und Meteor sogar ein Doppelsieg gelang, stellt sich erneut der Konkurrenz. Auch die Drittplatzierte des Vorjahres, Barbara Steurer-Collee (TV Alpirsbach-Rötenbach), ist wieder am Start.

Timo Beck (RFV Legelshurst), Christian Heim (RV Hofgut Mahlspüren), Markus Kölz (PSV Burkhardshof), Armin Schäfer (RV Mannheim) – das sind weitere im Ellental wohlbekannte Namen und erfahrene Reiter, die jederzeit in der spannenden Siegerrunde auftauchen können.

Der RVBB bietet aber auch dem Nachwuchs eine interessante Plattform. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag können Sportlerinnen und Sportler der Altersklasse zwischen 16 und 25 Jahren Punkte für den European Youngster Cup ergattern. Ausgeschrieben sind die S-Springen mit Hindernishöhen bis zu 1,45 Meter. Eine Gelegenheit für die „jungen Wilden“, sich zu profilieren.

Insgesamt acht S-Springen, davon drei Zwei-Sterne-Prüfungen, sind ein Beleg für das anspruchsvolle Programm. Das 1979 gegründete Turnier hat sich längst zur Nummer 1 in der Region gemausert. Zahlreiche Sponsoren zeichnen dafür verantwortlich, dass Preisgelder in Höhe von insgesamt 35000 Euro vergeben werden. Trotzdem legt Gabriele Hubl Wert auf den Hinweis: „Wir sind nach wie vor auf der Suche nach einem zweiten Hauptsponsor neben der Stadt.“ Dieser könnte die Lücke füllen, die vor einigen Jahren mit dem Ausscheiden von Porsche entstanden ist.

von erich wagner
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige