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Steelers wollen die Blockade lösen

Nur sechs Punkte Rückstand auf einen Play-off-Platz mit Heimvorteil, aber auch nur sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrundenplatz – für Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers ist in dieser Saison immer noch alles drin.

Von der Rolle: Trainer Marc St. Jean (im Hintergrund) und die Steelers-Spieler wollen den Negativtrend stoppen.Foto: Baumann
Von der Rolle: Trainer Marc St. Jean (im Hintergrund) und die Steelers-Spieler wollen den Negativtrend stoppen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Allerdings zeigt die Formkurve in den vergangenen Wochen eindeutig nach unten, denn in den letzten 11 Spielen setzte es acht Niederlagen. Eine Bilanz, die man im Ellental mit Erstaunen zur Kenntnis nimmt.

Die erfolgsverwöhnten Schwaben haben seit 2009 vier Zweitliga-Meisterschaften gefeiert und hatten nach der Hauptrunde fast immer einen Platz unter den ersten vier Teams gebucht. Der Umbruch, den man in Bietigheim mit Blick auf die nächste Spielzeit, in der es wieder einen sportlichen Aufsteiger in die Deutsche Eishockey-Liga geben wird, eingeleitet hat, ging nicht ohne Reibungsverluste über die Bühne.

Das Team wurde notwendigerweise verjüngt, doch die fehlende Erfahrung auf dem Eis nach den Abgängen von Routiniers wie Sinisa Martinovic, Bastian Steingroß, Marcus Sommerfeld, Shawn Weller oder Tyler McNeely macht sich in entscheidenden Situation immer wieder bemerkbar.

„Es ist wichtig, dass wir mental auf der Höhe sind, daran müssen wir arbeiten“, sagt Trainer Marc St. Jean, der den glücklosen Hugo Boisvert ablöste und vom Co- zum Cheftrainer aufstieg.

Spätestens zur neuen Saison, wenn es sozusagen um die Wurst geht, will Geschäftsführer Volker Schoch einen neuen Coach präsentieren. Bis dahin müssen Kapitän Nikolai Goc und Co., die mit dem Franzosen Guillaume Leclerc zuletzt noch einmal Verstärkung erhielten, wieder in die Spur kommen.

„Wir stecken in einem Teufelskreis und graben uns momentan selbst in ein Loch hinein“, merkte St. Jean an. Das war zuletzt beim Doppelpack gegen die Tölzer Löwen zu beobachten, als Bietigheim beim Heimspiel 2:0 führte, das dritte und vierte Tor verpasste, nach dem ersten Gegentreffer aus dem Gleichgewicht geriet und am Ende mit 2:3 nach Verlängerung verloren hatte. Die beiden Gegner der Steelers an diesem Wochenende liegen auf Play-off-Kurs. Heute Abend geht es zum Tabellenvierten Löwen Frankfurt, die im nächsten Jahr unbedingt zurück möchten in die erste Liga und dafür vermutlich noch einmal kräftig aufrüsten werden. Zum Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Ege Trans-Arena) reist der ESV Kaufbeuren an, der zwei Punkte und zwei Plätze vor Bietigheim auf Rang sieben in der Tabelle liegt.

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