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2. Handball-Bundesliga

Bietigheim kann sich nicht aus der Krise befreien

Die SG BBM Bietigheim bleibt in der zweiten Handball-Bundesliga weit hinter den Erwartungen zurück. Am Samstagabend unterlag der Bundesliga-Absteiger dem TV Emsdetten mit 27:30. Nur noch zwei Plätze trennen die SG von einem Abstiegsplatz.

Muss die SG BBM aus der Krise führen: Trainer Hannes Jón Jónsson.Archivfoto: Baumann
Muss die SG BBM aus der Krise führen: Trainer Hannes Jón Jónsson. Foto: Baumann

Ludwigsbur. . Genau zwei Wochen hatte die SG BBM Bietigheim Zeit, die 22:28-Niederlage gegen den TuS N-Lübbecke zu verarbeiten und sich neu auszurichten. Gebracht hat es nicht viel. Am Samstag unterlag der Handball-Zweitligist dem TV Emsdetten mit 27:30. Schuld waren erneut kollektive Aussetzer und einfache Fehler. „Die Ausstrahlung meiner Spieler hat mir nicht gefallen. Wir machen uns das Leben mit vielen Fehlern selber schwer, Emsdetten hat es im Gegenzug dann schnell bestraft“, analysierte SG-Coach Hannes Jón Jónsson .

Spielgestalter in der Kritik

Seine Kritik traf erneut die Spielgestalter der Bietigheimer: „In unserem Rückraum hat heute keiner ein gutes Spiel gemacht, dann wird es verdammt schwer.“ Schon vor zwei Wochen hatte er vor allem von Jonas Link und Michael Kraus eine bessere Leistung gefordert.

Phasenweise hatte die SG das Spiel im Griff. Nach Max Öhlers Tor zum 13:11 in der 29. Minute sah es für die Gäste gut aus. Doch bis zur Halbzeit kassierte die SG den Ausgleich.

In der zweite Hälfte agierte Bietigheim zunächst auf Augenhöhe, leistete sich aber immer wieder vermeidbare Fehler. Die Folge: Emsdetten nutzte die Unkonzentriertheiten und zog bis zur 43. Minute auf 23:20 davon. Selbst als bei den Gastgebern der starke Yannick Dräger mit der Roten Karte vom Feld musste, konnte die SG das Spiel nicht mehr umkehren.

„Zwei, drei blöde Fehler drehen das Ding in die falsche Richtung. Wir sind einfach nicht stabil und haben Phasen, wo wir kurz völlig Zusammenbrechen“, sagte SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger gestern. Statt dem angestrebten Kampf um die Meisterschaft und den direkten Wiederaufstieg, trennen die Bietigheimer nach zehn Spielen nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz. „Jetzt mit der Situation umzugehen, ist nicht einfach, aber da müssen wir schauen, dass wir zusammenhalten und uns gemeinsam rausziehen“, sagte Spahlinger und betonte in aller Deutlichkeit: „Die Trainerfrage stellt sich bei uns überhaupt nicht, null Komma null.“

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