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Sieg auf dem Monrepos
„Traumhafte Anlage“: Isabell Werth kostet Triumph beim Ludwigsburger Dressurfestival aus

Isabell Werth auf Emilio. Foto: Baumann
Isabell Werth auf Emilio. Foto: Baumann
Olympiasiegerin lässt Frederic Wandres und Benjamin Werndl beim Ludwigsburger Dressurfestival hinter sich

Ludwigsburg. Im Sonnenschein vor dem Seeschloss Monrepos fühlten sich Isabell Werth und Emilio wie zu Hause. Die siebenmalige Olympiasiegerin legte am Freitag im Vier-Sterne-Grand Prix mit ihrem 16-jährigen Wallach mit 75,261 Zählern (73,872 Prozent) einen Wert vor, an den kein anderes Duo mehr herankam.

Die Ausnahmereiterin aus Rheinberg siegte vor Frederic Wandres (Hagen a.T.W. – 74,696) auf Bluetooth Old und Benjamin Werndl (RFV Aubenhausen) auf Daily Mirror – 74,565). Als letzter Reiter einer stimmungsvollen Konkurrenz vor zahlreichen Zuschauern kam Wandres, Bereiter auf dem Gestüt Kasselmann in Hagen, zeitweilig dicht an die Spitzenreiterin heran, konnte sie aber nicht verdrängen.

Bronze-Trio auf dem Podium

Bei der Siegerehrung präsentierten sich mit Werth, Wandres und Werndl drei Reiter dem Publikum, die bei der Weltmeisterschaft im Juni in Dänemark der deutschen Bronzemedaillenmannschaft angehörten. Der Schwede Patrik Kittel, bei der Premiere vor einem Jahr erfolgreich, musste sich mit seiner Stute Forever Young (74,283) mit Platz4 zufriedengeben. Dahinter folgte Dorothee Schneider, die ihren Wallach First Romance zu 73,457 Zählern führte.

Gewinnerin Werth meinte hinterher bestens gelaunt: „Diese Historie und dieser Park – eine traumhafte Anlage. Das macht Spaß.“ Auch mit ihrem Emilio war sie am Freitagnachmittag sehr zufrieden, nachdem er nach seinem letzten Wettkampf im Juni eine längere Verletzungspause einlegen musste: „Ich schätze seinen Ehrgeiz, Bewegungsdrang und sein Temperament.“ Genau diese Eigenschaften will Werth mit Emilio am Samstagabend unter Flutlicht erneut abrufen. „Dieses Turnier mit diesem Ambiente hat großes Potenzial. Da kann sich etwas entwickeln. Wenn ich mir das in drei, vier Jahren vorstelle“, staunte Werth. Großes Lob zollte sie dem gastgebenden Reiterverein Ludwigsburg Monrepos für die Präparierung des Bodens: „Sie haben wohl auch Nachtschichten eingelegt.“

Höhepunkte am Wochenende

Am Donnerstag hatte Benjamin Werndl den internationalen FEI Prix St.Georg auf Discover gewonnen, gefolgt von Dorothee Schneider auf Flashback.

Am Samstag und Sonntag werden die Prüfungen jeweils um 8 Uhr fortgesetzt. Höhepunkte am Samstag (10 Uhr) sind die Drei-Sterne-S-Prüfung, ein Grand Prix für Reiterinnen und Reiter bis 25 Jahre und die Finalqualifikation zum Finale des Burg-Pokals (14.45 Uhr/St.Georg Special), ehe um 18 Uhr der CDI4* Grand Prix Freestyle unter Flutlicht für ein spezielles Flair sorgen wird. Am Sonntag (12.15 Uhr) präsentiert zum krönenden Abschluss des Festivals die Stadt Ludwigsburg den Vier-Sterne-CDI.

Ergebnisse: CDI1* - FEI Intermediaire I: 1. Benjamin Werndl auf Discover (RFV Aubenhausen) 73,265 Punkte; 2. Dorothee Schneider auf Flashback (Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb) 72,794; 3. Birgit Wientzek Pläge auf Ascona (Schweiz) 70,235; 4. Anna-Marie Prahl auf Rock Lady (RFV Berkhof) 69,824; 5. Daniela Fendt auf Fiderstern (RA München) 69,735. CDI4* - Grand Prix (Quali für Grand Prix Freestyle oder Grand Prix Special) : 1. Isabell Werth (Rheinberg) auf Emilio 75,261; 2. Frederic Wandres auf Bluetooth (Hagen a.T.W.) 74,696; 3. Benjamin Werndl auf Daily Mirror 74,565; 4. Patrik Kittel auf Forever Young 74,283; 5. Dorothee Schneider auf First Romance 73,457.