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Nicht nur Nadeln und Nägel
Auch Bleistiftmine in Halloween-Süßigkeiten entdeckt

Bleistift
Auch eine Bleistiftmine ist schon in Halloween-Süßigkeiten entdeckt worden. (Symbolbild) Foto: Mohssen Assanimoghaddam
Mutmaßlich manipulierte Süßigkeiten beschäftigen die Polizei in dieser Woche täglich. Das LKA prüft, ob die Fälle zusammenhängen - und ob Absprachen in Chats eine Rolle spielen.

Stuttgart. Neben metallischen Gegenständen wie Nadeln und Nägeln sind Halloween-Süßigkeiten auch mit anderen Gegenständen präpariert worden. Als Beispiele nannte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg eine Bleistiftmine und Kunststoff-Klemmbausteine. 

Das sei aber nur sehr vereinzelt der Fall, ordnete sie ein. «In den bislang bekannt gewordenen Fällen wurden insbesondere Süßigkeiten festgestellt, die mit metallischen Gegenständen, darunter Nadeln und Nägel, manipuliert worden waren.» Nahezu täglich würden der Polizei weitere Fälle gemeldet.

Halloween Süßigkeiten
In den Halloween-Sammlungen stecken hier und da Fremdkörper. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte

Seit dem 31. Oktober mehren sich Meldungen aus ganz Deutschland und anderen Ländern, dass Kinder und Eltern in eingesammelten Süßigkeiten Fremdkörper finden. Oft werden diese rechtzeitig entdeckt. In manchen Fällen gab es nach früheren Mitteilungen aber auch schon Verletzungen. 

Welche Rolle spielen soziale Medien? 

«Die Polizei Baden-Württemberg nimmt diese besonders perfiden Vorfälle sehr ernst», hieß es. Das LKA führe die vorliegenden Erkenntnisse zusammen und werte diese fortlaufend aus. Genaue Zahlen nannte die Sprecherin nicht

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe vor allem die Frage, ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht oder ob sie unabhängig voneinander begangen wurden. «Darüber hinaus wird geprüft, ob die Taten möglicherweise im Zusammenhang mit Verabredungen oder Aufrufen in sozialen Medien beziehungsweise Chatgruppen stehen», erklärte die Sprecherin. Dass sich Menschen über Plattformen ausgetauscht oder zu solchen Handlungen verabredet haben könnten, kann den Angaben nach nicht ausgeschlossen werden. «Belastbare Erkenntnisse hierzu liegen bislang jedoch nicht vor.»

© dpa-infocom, dpa:261106-930-956040/1