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Behörden einigen sich auf pragmatische Lösung
Remstalweg vor Wiedereröffnung: Interimslösung soll Sperrung im April beenden

Pragmatische Interimslösung: Die Sperrung des Remstalweges soll demnächst aufgehoben werden.
Pragmatische Interimslösung: Die Sperrung des Remstalweges soll demnächst aufgehoben werden. Foto: Stadt Remseck
Nach massiven Hochwasserschäden soll der Remstalweg voraussichtlich ab April wieder nutzbar sein – zunächst mit einer Interimslösung und klarer Beschilderung.

Remseck/Waiblingen. Das Landratsamt hatte zu einem gemeinsamen Ortstermin eingeladen, mit dem Ziel, die bestehende Vollsperrung aufzuheben und den Abschnitt interimsweise so zu ertüchtigen, dass eine sichere Nutzung ab dem Frühjahr möglich wird, voraussichtlich im Monat April.

Weg bei Hochwasser im Juni 2024 beschädigt

Der Remstalweg wurde durch die Hochwasser- und Starkregenereignisse Juni 2024 stark beschädigt. Betroffen von Unterspülungen sind mehrere rund 400 Meter lange Abschnitte des Remstalweges zwischen Waiblingen-Hohenacker und Remseck. Uferabbrüche und Unterspülungen haben die Wegsubstanz erheblich beeinträchtigt, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung Remseck. Der Bereich liegt zudem im Naturschutz-, FFH-, Vogel- und Landschaftsschutzgebiet. Derzeit erfolgt eine Umleitung für Radfahrer über Waiblingen-Hohenacker, die mit einer zusätzlichen Fahrtzeit von rund 20 Minuten und einigen Höhenmetern verbunden ist. Der Remstalweg ist derzeit auf der gesamten Strecke weder begeh- noch befahrbar. Ein Zustand, der in der Bevölkerung für viel Unverständnis sorgt. Daher war den Städten Remseck, Waiblingen, dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium nach eigenen Angaben an einer pragmatischen Lösung gelegen.

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Wichtige Verbindung zwischen Remseck und Waiblingen

„Mir ist wichtig, dass die Menschen den Remstalweg so schnell wie möglich wieder nutzen können. Diese Wegeverbindung nach Remseck ist ein Juwel für Spaziergänger, Familien, Pendlerinnen und Pendler sowie Freizeitradler und die Vollsperrung ein Ärgernis“, wird Landrat Richard Sigel in der Pressemitteilung zitiert. Angesichts der langen Vorlaufzeit, die eine dauerhafte Sanierung und möglicherweise neue Wegeführung mit Umfahrung der beschädigten Stellen benötige, sei für ihn daher eine Interimslösung eine Notwendigkeit gewesen, so Sigel. „Den Remstalweg übergangsweise sicher begeh- und befahrbar zu machen war das Ziel. Mit klarer Beschilderung und dort, wo es nötig ist, mit Engstellen“, betont der Landrat des Rems-Murr-Kreises.

Dauerhafte Lösung mit Brücke geplant

Ebenso wichtig sei, dass mit dem sensiblen Naturraum umgegangen werde. Die Vorschläge der Naturschutzbehörden im Landratsamt und Regierungspräsidium sehen vor, dass die Sicherungsmaßnahmen in Richtung Hang und nicht zum besonders geschützten Ufer hin erfolgen.

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„Gleichwohl dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, dass die Rems bei einem Hochwasser jederzeit wieder das Ufer und damit den Weg stark beschädigen und unpassierbar machen kann. Daher ist es sehr wichtig zu betonen, dass es sich bei dieser Lösung lediglich um eine Übergangslösung handelt“, wird Regierungspräsidentin Susanne Bay zitiert. „Daher werden wir die bereits abgestimmte dauerhafte Wegführung mithilfe einer Brücke auf der anderen Remsseite weiterhin gemeinsam vorantreiben.“

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Auch Remsecks Oberbürgermeister Dirk Schönberger spricht sich positiv für die Interimslösung aus. Der Remstalweg sei „eine wichtige und attraktive Verbindung“ für Fußgänger sowie Radfahrende zwischen Remseck und Waiblingen. „Umso positiver bewerten wir, die Stadt Remseck am Neckar die interimsweise Öffnung des Remstalwegs.“ Sie stellt einen wichtigen Schritt dar, um diese bedeutende Verbindung zumindest vorübergehend wieder nutzbar zu machen, bis eine dauerhafte und sichere Lösung umgesetzt werden kann“, so Schönberger. (red)