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Statt höherer Parkgebühren
Ludwigsburg will die Grundsteuer ab Januar 2027 noch mehr erhöhen

Ludwigsburg will die Grundsteuer erhöhen.
Ludwigsburg will die Grundsteuer erhöhen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Zum 1. Januar steigt die Grundsteuer B in Ludwigsburg. Die beschlossene Erhöhung reicht der Verwaltung aber nicht aus. Sie braucht noch mehr Geld.
Zusammenfassung Neu

• Die Stadt Ludwigsburg will die Grundsteuer B ab 2027 auf 295 Prozent erhöhen, um den Haushalt zu stabilisieren.

• Dadurch erwartet die Stadt jährlich 600.000 Euro mehr als bisher geplant.

• Gewerbesteuer und Parkgebühren sollen stabil bleiben, ebenso die Angebote für Kultur, Bildung und Sport.

Unsere Zusammenfassung wurde mit KI erstellt.

Ludwigsburg.

Immobilienbesitzer in Ludwigsburg müssen sich warm anziehen. Im Halbjahresrhythmus versucht die Verwaltung mittlerweile, die Grundsteuer zu erhöhen. Momentan gibt es einen neuen Versuch.

Rückblick: Bereits im Juni vergangenen Jahres haben Gemeinderat und Stadtverwaltung eine Erhöhung der Grundsteuer B von 262 Prozentpunkten auf 285 Prozentpunkte zum 1. Januar 2027 beschlossen. Bei einem Interview Ende 2025 hat Oberbürgermeister Matthias Knecht versichert: Für weitere Erhöhungen sehe er momentan keine Basis.

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Doch bereits im Frühjahr 2026 scheint sich seine Meinung geändert zu haben. Im Mai ging der OB mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit, die Grundsteuer B rückwirkend zum 1. Januar auf 295 Prozentpunkte zu erhöhen. Das würde der Stadt zusätzlich 2,3 Millionen Euro im Jahr bringen – insgesamt wären das dann etwa 21 Millionen Euro bei der Grundsteuer B. Doch der Vorschlag ist im Mai von den Stadträten abgelehnt worden.

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Jetzt kommt die Verwaltung erneut mit der Idee: Statt auf 285 Prozentpunkte soll die Grundsteuer zum 1. Januar 2027 auf 295 Prozentpunkte erhöht werden. Sollte die Stadt damit durchkommen, hätte das empfindliche Folgen für die Immobilienbesitzer. Ab dem kommenden Jahr müssten sie dann gut 12,5 Prozent mehr Grundsteuer bezahlen als jetzt. Dazu ein paar Beispiele: Zahlt der Besitzer eines Einfamilienhauses, das auf einem 729 Quadratmeter großen Grundstück steht, nach der Grundsteuerreform bisher 1.564 Euro im Jahr, werden mit der Erhöhung ungefähr 1.760 Euro fällig.

So viel kostet die Erhöhung mehr

Auch Reihenhausbesitzer müssen tiefer in die Tasche greifen. Im Beispiel misst das Grundstück 172 Quadratmeter. Seit 2025 kostet die Grundsteuer 376 Euro. Ab 2027 wären es mit der Erhöhung etwa 423 Euro.

Eigentümer einer Wohnung, die sich in einem Mehrfamilienhaus auf einem 880-Quadratmeter-Grundstück befindet, zahlen im Beispielfall momentan 159 Euro. Sie haben von der Grundsteuerreform zunächst profitiert. Zukünftig müssen aber auch sie mehr bezahlen. In diesem Fall wären es ungefähr 179 Euro.

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„Die Anpassung der Grundsteuer B ist angesichts der weiterhin angespannten Haushaltslage notwendig“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. Gleichzeitig setze die Stadt bewusst darauf, nicht „an anderer Stelle zusätzliche Belastungen für die Menschen in Ludwigsburg oder weitere Einschnitte bei wichtigen Angeboten vorzunehmen“.

Mit der Entscheidung verbindet die Stadt nach eigener Aussage eine klare Priorität: „Es wird keine Erhöhung der Gewerbesteuer geben. Auch die Parkgebühren werden nicht angehoben. Ebenso sollen Kultur, Bildung und Sport nicht durch weitere Sparrunden belastet werden“, so das Versprechen der Verwaltung.

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In seiner Sitzung am 21. Oktober soll der Gemeinderat über die Erhöhung entscheiden. Sollte die Mehrbelastung für alle Immobilienbesitzer durchgehen, will die Verwaltung die Grundsteuer B bis einschließlich 2029 unangetastet lassen. „Die Erhöhung der Grundsteuer ist angesichts der finanziellen Entwicklung zwingend notwendig, um den städtischen Haushalt zu stabilisieren und wichtige Leistungen für unsere Stadtgesellschaft zu sichern. Gleichzeitig wollen wir den Menschen in Ludwigsburg Verlässlichkeit geben“, so Oberbürgermeister Knecht. (wa/red)